innomake! Das Innovationsfestival https://innovationsfestival-mannheim.de/en/ Fri, 14 Aug 2020 09:09:31 +0000 en-GB hourly 1 innomake!2019 Rückblick https://innovationsfestival-mannheim.de/en/innomake-2019-nachbericht/ Tue, 05 Nov 2019 10:49:47 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2443 Zwei Wochen lang, vom 14. bis 27. Oktober 2019, hat Mannheim das erste Innovationsfestival innomake! gefeiert. Vom UX-DAY über die Vortragsreihe „Women in Tech“ bis hin zum Urban Thinkers Campus oder dem Climathon — mehr als 15 Veranstaltungen brachten über 2000 Menschen zusammen, um kreative Ideen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln.

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Das war innomake! 2019 

Zwei Wochen lang, vom 14. bis 27. Oktober 2019, hat Mannheim das erste Innovationsfestival innomake! gefeiert. Vom UX-DAY über die Vortragsreihe „Women in Tech“ bis hin zum Urban Thinkers Campus oder dem Climathon — mehr als 15 Veranstaltungen brachten über 2000 Menschen zusammen, um kreative Ideen für eine nachhaltigere Zukunft zu entwickeln.

Denn Innovationen sind nur sinnvoll, wenn sie nachhaltig sind — wenn sie ökonomisch, aber auch ökologisch und sozial einen Mehrwert bieten. Darum ging es auch es beim Symposium „people | planet | profit“, das im Zentrum des Innovationsfestivals stand.

Big Player, Startups und Experten lieferten spannende Impulse und konkrete Ideen. Als Stadt der Visionäre und Macher zeigt Mannheim eine große Bereitschaft und damit beste Voraussetzungen, nachhaltige Innovationen voranzutreiben.

Auch in Zukunft soll innomake! die kommunikative Plattform für den Dialog über nachhaltige Innovationen sein. Der Starttermin für die zweite Auflage im nächsten Jahr steht bereits fest: Ab dem 30. September 2020 heißt es wieder auffordernd: innomake!

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Die Stadt als Campus https://innovationsfestival-mannheim.de/en/die-stadt-als-campus-2019/ Wed, 30 Oct 2019 10:23:29 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2401 Beim Innovationsfestival „innomake!“ haben 25 Expert*innen Mannheimer Brennpunkte aktivierender Stadtentwicklung „live“ erlebt und diskutiert, wie das Zusammenspiel von Stadtentwicklung mit Kultur- und Kreativwirtschaft funktioniert. Christian Hübel, Leiter des Mannheimer Fachbereichs Demokratie und Strategie, eröffnete den Tag mit einem Impulsvortrag zu einem einzigartigen urbanen Transformationsprozess.

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Die Stadt als Campus

Experimentelle Stadtentwicklung mit Kultur- und Kreativschaffenden

Direkt, intensiv, ungefiltert. Beim Innovationsfestival „innomake!“ haben 25 Expert*innen Mannheimer Brennpunkte aktivierender Stadtentwicklung „live“ erlebt und diskutiert, wie das Zusammenspiel von Stadtentwicklung mit Kultur- und Kreativwirtschaft funktioniert.

Der Tag beginnt ganz sanft. Um neun Uhr morgens ist es noch ruhig im Mannheimer Musikpark. Die Teilnehmer*innen, die aus Stuttgart, Frankfurt, Köln, Regensburg und Erfurt zum Workshop „Stadt als Campus“ angereist sind, nippen noch am Frühstückskaffee, als plötzlich eine frische Brise Aufbruchsstimmung durch den Raum fegt. „Hier in Mannheim passieren außergewöhnliche Dinge“, erklärt zum Auftakt Workshop-Leiter Prof. Reiner Schmidt. An der Hochschule Anhalt forscht er zum Thema Stadt- und Freiraumentwicklung und weiß, welche Überraschungen Stadtplaner hier erwarten.

© LA.MAG
© LA.MAG

Christian Hübel, Leiter des Mannheimer Fachbereichs Demokratie und Strategie, eröffnet den Tag mit einem Impulsvortrag zu einem einzigartigen urbanen Transformationsprozess.

„Mit unserer neuen wirtschaftspolitischen Strategie haben wir die Entwicklung als Kulturstadt und als Stadt der Kreativ- und Musikwirtschaft als Transmissionsriemen für Stadtentwicklung sowie gesellschaftliche Veränderungen genutzt. Durch den Aufbau eines Startup-Ökosystems mit acht Gründerzentren, dem ersten Nachtbürgermeister Deutschlands, Veranstaltungen wie dem Urban Thinkers Campus oder dem Innovationsfestival „innomake!“ wird Mannheim heute in der Spitzengruppe der stadtkulturell und kreativwirtschaftlich geprägten Städte wahrgenommen“, so Christian Hübel. Wichtige Impulse, ergänzt Reiner Schmidt, „werden dabei durch die aktive Teilhabe von Kultur- und Kreativschaffenden ausgelöst.“

Das ist auch das Spezialgebiet von Dr. Matthias Rauch, der den zweiten Vortrag des Vormittags anschließt. Er betreut bei der Stadt Mannheim den Bereich „Kulturelle Stadtentwicklung“ und damit die Schnittstelle zwischen Verwaltung und den Kulturschaffenden. Keine zwei Wochen vor dem Workshop hat er in der Mannheimer Multihalle die erste Placemaking-Konferenz der Stadt organisiert. „Wenn wir urbane Orte wie einen Campus für die Gemeinschaft öffnen“, so Matthias Rauch, „können Akteure zu wertvollen Impulsgebern werden, und im besten Fall ‘von unten‘ eigendynamische Entwicklungsprozesse auslösen.“

Diese Idee verfolgt auch das Forschungsprojekt „Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung — Netzwerk Stadt als Campus“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Die Initiatoren des Netzwerkes „Stadt als Campus“ stellen in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund vielversprechende Ansätze zur Diskussion – wie in Mannheim, wo die Workshop-Teilnehmer*innen nach der Mittagspause dorthin gehen, wo alles in Echtzeit passiert: mitten in die Stadt.   

Am Alten Messplatz präsentiert der Mannheimer Architekt Wulf Kramer vom Studio Yalla Yalla das Zwischennutzungsprojekt „Alter“. Ein öffentlicher Raum, der mit kostenlosen Sport- und Kulturangeboten sowie einem Kiosk zum gemeinsamen Spaßhaben im Quartier anstiftet. Im Zuge einer kuratierten Intervention wurde der ehemalige Parkplatz zu einem angesagten Ort. Auch der „Kiosk“ am Mannheimer Neumarkt wurde von einem Unort zum In-Ort und zum kulturellen Herz des Viertels.    

© LA.MAG
© LA.MAG

„Beide Projekte sind neue Typen von Creative Places, die Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung, Soziokultur und Community-Building im Sinne einer aktivierenden Quartiersentwicklung unmittelbar und niederschwellig miteinander verbinden“, sagt Reiner Schmidt und eröffnet damit im Existenzgründungszentrum Altes Volksbad eine engagiert geführte Diskussion.

Dass die Integration von temporären Formaten wie Interventionen, LivingLabs oder „Creative Residency“-Programmen in die aktivierende Stadtentwicklung noch eingeübt und kultiviert werden muss, zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen: Kreative wünschen oft mehr Unterstützung und vermissen ein integriertes kommunales Management, während die Verwaltung häufig die Eigeninitiative vermisst und sich oft den Vorwurf anhören muss, Stadtentwicklungsprozesse „von oben“ anzustoßen. 

Es wurde deutlich, wie anspruchsvoll die kooperative Entwicklung experimenteller Formen der Stadtentwicklung ist und dass in Stadtverwaltungen häufig ein Kampf zwischen Ermöglichungskultur und Verhinderungskultur stattfindet. Konsens bestand darin, dass es Interdisziplinarität braucht, so zum Beispiel die Integration von Streetworkern in Projekte der kulturellen Stadtentwicklung. 

© LA.MAG
© LA.MAG

Am Ende des Tages gab es also viele Ergebnisse – zusammengefasst von Reiner Schmidt: „Es braucht die Bündelung von Managementaufgaben insbesondere beim Quartiers-, Community-, Ansiedlungs- und Leerstandsmanagement – und gleichzeitig die strukturelle Verankerung im Verwaltungsalltag, insbesondere bei Innenentwicklung, Nachverdichtung, Konversion und Neubau.“

Die Workshop-Teilnehmer*innen waren sich darin einig, dass dieser raumbezogene Rahmen die ideale Plattform und Klammer bildet, um Initiativen aus Kultur und Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung quartiersbezogen zusammenzuführen.

Im nächsten Schritt sollen nun die im Rahmen eines experimentellen Wohnungs- und Städtebaus zu bearbeitenden Fragen und die dazu geeigneten kreativen und kulturellen Formate herausgearbeitet werden.

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Climathon https://innovationsfestival-mannheim.de/en/climathon-2019/ Tue, 29 Oct 2019 14:15:36 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2389 Es war eine von vielen Premieren beim Innovationsfestival „innomake!“: Vom 25. bis 27. Oktober fand der erste Climathon in Mannheim statt – einer von 120 Climathons weltweit an diesem Wochenende. Über 40 Stunden steckten rund hundert Studierende, Expertinnen und Experten sowie junge Startup Unternehmerinnen und Unternehmer bis weit in die Nacht hinein ihre Köpfe im Mafinex-Technologiezentrum zusammen, um Konzepte und Lösungsvorschläge zu Themen aus dem Bereichen Klimaschutz, Umwelt- und Energietechnologien zu erarbeiten.

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Erster Climathon in Mannheim

Kreative Ideenschmiede zu innovativen Umwelttechnologien

Es war eine von vielen Premieren beim Innovationsfestival „innomake!“: Vom 25. bis 27. Oktober fand der erste Climathon in Mannheim statt — einer von 120 Climathons weltweit an diesem Wochenende. Über 40 Stunden steckten rund hundert Studierende, Expertinnen und Experten sowie junge Startup Unternehmerinnen und Unternehmer bis weit in die Nacht hinein ihre Köpfe im Mafinex-Technologiezentrum zusammen, um Konzepte und Lösungsvorschläge zu Themen aus dem Bereichen Klimaschutz, Umwelt- und Energietechnologien zu erarbeiten.

© Stadt Mannheim, Climathon
© Stadt Mannheim, Climathon

In Wortanlehnung an einen Hackathon, bekannt aus der IT-Branche, handelte es bei einem Climathon um eine Ideenschmiede zu Aufgabenstellungen – den sogenannten Challenges – zu Green Tech-Themen, die in einer begrenzten Zeit bearbeitet werden müssen.
Der Mannheimer Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch gab am Freitag den Startschuss für den Climathon. Dabei betonte er: „Künftig werden sich Produkte jeder Branche an ihrer Energiebilanz messen lassen müssen. Damit kann Green Tech zur Schlüssel- und Querschnittstechnologie aller Branchen werden. In Mannheim sind wir gerade mitten in der Planung und Konzeption eines Gründungs- und Innovationszentrums für Umwelt- und Energietechnologien. Somit ist der Climathon auch ein Innovationstreiber für Zukunftstechnologien und trägt zur Aktivierung der relevanten Akteure bei.“ Agnes Schönfelder, Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mannheim und Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Stadt, brachte gleich zwei City Challenges mit – eine zur Verhaltensänderung und eine weitere zu Extremwettereignissen. Sie inspirierte die gespannt folgende Runde: „Wir haben keine Zeit zu verlieren und brauchen clevere Lösungen für die klimaneutrale Stadt. Zeigt uns eure Ideen, wie man Bewusstsein zu nachhaltigem Handeln überführt, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern.“ Ebenso brachte seitens der Stadt Mannheim der Fachbereich Immobilienmanagement eine Challenge zum Thema Energieeffizienz ein.

Genauso vielfältig wie das Thema Klimaschutz waren auch die Aufgabenstellungen des Climathons. Sie reichten unter anderem von Aufgaben im Bereich Smart City, über Mobilität, Gebäudenachrüstung, Wasserwirtschaft, Energie bis hin zur Auseinandersetzung mit dem menschlichen Verhalten an sich. Beim Challenge-Pitch am Freitagnachmittag wetteiferten die Anbieter der insgesamt zehn verschiedenen Aufgabestellungen um die Unterstützung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Schließlich fanden sich 16 Teams mit jeweils drei bis sieben Personen, um gemeinsam an einer Idee zu arbeiten.

Prämierung der besten Lösungen

Am Sonntagnachmittag war es geschafft. Nachdem die Lösungen von einer sechsköpfigen Jury bewertet worden waren, stand die Prämierung an. Drei Teams durften sich über den Hauptpreis, eine Klimaförderung, freuen. Sie beinhaltet jeweils einen Projektstipendium, mit dem das Team seine Idee in die Tat umsetzen kann. Jedes Team erhält 2.500 Euro.

Die drei Gewinnerteams waren:

– Das Team „Bike Drop“ erdachte ein Fahrradsicherungssystem, das das System auf den Kopf stellt, indem es Fahrräder in der Höhe verwahrt und vor Diebstahl schützt – optisch ansprechend mit Solar Panels und begrünten Dach. Die Idee von „Bike Drop“ soll zu einem multimodalen Mobilitätsverhalten motivieren. Ihre Idee war Teil der Challenge „Menschliches Verhalten“ (Klimaschutzagentur Mannheim) und Mobilität (Rhein-Neckar-Verkehr GmbH).

– Das Team „LoRaWahn“ beschäftigte sich mit einem System, welches dem Endverbraucher ein zeitnahes Feedback über seinen Ressourcenverbrach wie beispielsweise den Wasser- oder Stromverbrauch gibt. Der Verbraucher kann sein Handeln so unmittelbar anpassen. Darüber hinaus werden ihm die finanziellen Einsparpotenziale und ökologischen Aspekte seiner Verhaltensänderung aufgezeigt. Basis der Idee ist LoRaWan. Eine Technologie für das Internet der Dinge, welche von der MVV Energie AG in Mannheim aufgebaut wird. Insofern war die Idee Teil der Challenge zum Thema „Smart City“ der MVV Energie AG.
 
– Das Team „1&Only“ nahm an der Challenge „Zirkuläre Ökonomie“ von Camelot teil und beschäftigte sich mit dem Thema Industriesymbiose – bildlich gesprochen kann der „Abfall“ eines Unternehmens das „Gold“ eines anderen Unternehmens sein. In diesem Zusammenhang entwickelte „1&Only“ eine Plattform, die dabei hilft zu erkennen, welche Abfallprodukte eines Unternehmens noch für ein anderes Unternehmen nutzbare Produkte darstellen können.

Darüber hinaus wurde „1&Only“ für eine Teilnahme am S-HUB Accelerator Programm ausgewählt. Dies beinhaltet eine systematische und intensive Betreuung von der Idee bis zur Gründung. Ebenso erhielt das Team „Zero²“ einen „Accelerator Award“. Mit ihrer Idee zu einer App, die bereits beim Einkauf im Supermarkt zeigt, welches Produkt man durch ein anderes ersetzen kann, um den Co2-Ausstoß zu verringern, waren sie Teil der Challenge „Menschliches Verhalten“ und „Zirkuläre Ökonomie“.

Veranstalter und Partner

Veranstaltet wurde der hiesige „Climathon“ von der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim in Kooperation mit Hackerstolz e.V. und der Klimaschutzagentur Mannheim. Initiator des Climathons, der in rund 120 Städten auf sechs Kontinenten stattfindet, ist das EIT Climate-KIC (Europäische Innovations- und Technologieinstitut Climate-Knowledge and Innovation Community). Sponsor Challenges brachten die Stadt Mannheim, GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, MVV Energie AG, CAMELOT Management Consultant AG, objecitve Partner AG ein. Der Climathon fand im Rahmen von „innomake!“, dem 1. Innovationsfestival Mannheim, statt.

Weitere Informationen 

Weitere Informationen zu allen Challenges, Partnern, Sponsoren und zur Zusammensetzung der Jury finden Sie unter: https://climathon.hackerstolz.de

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Urban Thinkers Campus https://innovationsfestival-mannheim.de/en/urban-thinkers-campus-2019/ Tue, 29 Oct 2019 12:29:28 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2355 Mannheim hat zum dritten Mal als einzige deutsche Stadt einen URBAN THINKERS CAMPUS ausgerichtet. Bei einem Forum mit internationalen Expertinnen und Experten und einem Bürgerforum haben rund 540 „Urban Thinkers“ in elf „Urban Labs“ Strategien zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele mit dem „Leitbild 2030“ konkretisiert. Mit Privatwirtschaft und Bürgerschaft wurden zahlreiche gemeinsame Projekte angestoßen – wie beispielsweise eine Software, die Umweltdaten anschaulich darstellt.

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Partnerschaften für ein nachhaltiges Mannheim

Beim Urban Thinkers Campus 2019 wurden Ideen für die lokale Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN konkretisiert

Mannheim hat zum dritten Mal als einzige deutsche Stadt einen URBAN THINKERS CAMPUS ausgerichtet. Bei einem Forum mit internationalen Expertinnen und Experten und einem Bürgerforum haben rund 540 „Urban Thinkers“ in elf „Urban Labs“ Strategien zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele mit dem „Leitbild 2030“ konkretisiert. Mit Privatwirtschaft und Bürgerschaft wurden zahlreiche gemeinsame Projekte angestoßen – wie beispielsweise eine Software, die Umweltdaten anschaulich darstellt.

© Stadt Mannheim, Thomas Tröster
© Stadt Mannheim, Thomas Tröster

Der erste UTC im Jahr 2016 mit dem Titel „Urban Citizenship in a Nomadic World“ befasste sich mit der Rolle der Staatsbürgerschaft und der Städte. Der zweite UTC im Jahr 2017 thematisierte in Zusammenarbeit mit Mannheimer Bürgern und Stakeholdern die lokale Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Sustainable Development Goals (SDG).
 
In seiner Begrüßungsrede beschrieb Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Zielsetzung des Mannheimer URBAN THINKERS CAMPUS 2019: „Bei diesem dritten UTC geht es nicht darum, weitere politische Programme zu entwickeln. Es geht jetzt darum, gemeinsam Netzwerke zu bilden, um das Leitbild „Mannheim 2030“ in die Tat umzusetzen. Wir brauchen nicht nur Veränderungen in der Politik, sondern auch in den Unternehmen und im individuellen Verhalten. Es ist Zeit, sich selbst zu fragen: Was kann ich tun – was kann ich selbst beitragen? Das wäre ein wichtiger Impuls nach vorne!“

Das Expertenforum begann mit Impulsvorträgen zu dieser Thematik. Der Keynotespeaker Andrew Kelly leitet in seiner britischen Heimatstadt Bristol sowohl das Festival of Ideas als auch das Festival of the Future City. In seiner Rede verdeutlichte er, dass die globalen Herausforderungen radikale Ideen und Lösungen verlangen – und die beiden Städte Bristol und Mannheim diese Nachhaltigkeitsziele nun mit viel Ehrgeiz verfolgen. Tony Pipa, Leiter des Global Economy and Development Programm an der Brookings Institution in Washington, unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Städte, denen eine zentrale Rolle bei der Erreichung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zukommt. Wie wichtig es ist, den Privatsektor in Form regionaler Unternehmen mit Kooperationen und Partnerschaften in das „Leitbild Mannheim 2030“ zu integrieren, betonte Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons vom Lehrstuhl „Corporate Social Responsibility“ der Universität Mannheim – und leitete damit über zu einem zentralen Thema des Tages: der Schaffung von konkreten Netzwerken und Partnerschaften mit der Privatwirtschaft.

Dazu Christian Hübel, Leiter des Fachbereichs Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim und Initiator des Mannheimer Urban Thinkers Campus: „Wir möchten aufklären, wie man zu Themen wie einem verantwortlichen, nachhaltigem Konsum oder nachhaltiger Mobilität konkret beitragen kann. In Ko-Kreation mit Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern wollen wir die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele aktiv vorantreiben.“

Partnerschaften zur Umsetzung des Leitbildes „Mannheim 2030“

Konkrete Plattformen für Kooperationen zu schaffen und Partnerschaften anzubieten, war die zentrale Zielsetzung der insgesamt elf Urban Labs. Der erste Tag stand im Zeichen des Expertenforums. Der zweite Tag bot mit dem Bürgerforum „Campus der Ideen“ eine Plattform für konkrete Bürgerbeteiligung.

Das Bürgerforum startete mit einer Keynote von Rolf Stahlhofen. Der Sänger der Söhne Mannheims thematisiert in seinen Texten regelmäßig soziale und gesellschaftliche Missstände. Mit seiner Stiftung „Water Is Right“ kämpft er dafür, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen Grundrecht ist und bleibt.

Bei den ganztägigen Urban Labs, deren Ergebnisse am Nachmittag im Ratssaal des Stadthauses N1 live präsentiert wurden, zeigten die Teilnehmer sehr großes Engagement, für das sich Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz herzlich bedankte:

Die hohe Beteiligung von insgesamt 540 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist ein sehr positives Signal. Es beweist, dass sehr vielen Bürgerinnen und Bürgern die nachhaltige Zukunft unserer Stadt am Herzen liegt. Sie sind bereit sich zu engagieren, und dafür bedanken wir uns als Stadt sehr herzlich. In einem der Urban Labs wurde ein wichtiger Satz formuliert: ‘Politik fordern und unterstützen!‘. Das bringt auf den Punkt, um was es nun geht: Dass wir bei der Umsetzung jetzt die konkrete Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern brauchen, aber auch von der Privatwirtschaft, die sich bei diesem UTC sehr engagiert hat. Es gab konkrete Anregungen, wie beispielsweise eine Monitoring-Plattform. Das ist ein großes Projekt, das wichtig und richtig ist. Ein perfektes Feld zur Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Wir werden unseren Teil dazu beitragen und Instrumente zur Verfügung stellen, um unsere Daten nutzbar zu machen.

Beispielhaft wurde von Jadga Huegle, Researcherin beim Softwareunternehmen SAP, ein Programm vorgestellt, mit dem klima- und umweltrelevante Daten visualisiert werden können. Dieses Projekt soll nun weitergeführt werden, indem über die Open Data-Plattform der Stadt Mannheim Umweltdaten zur Verfügung gestellt werden.

Die Ergebnisse des 3. URBAN THINKERS CAMPUS

URBAN LABS 1 – 6: Die Ergebnisse des Expertenforums
 
1. Aufbau von Plattformen und lokalen Netzwerken zur Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Um die SDGs aktiv umsetzen und begleiten zu können, schlägt das Lab-Team unter anderem vor, gemeinsam in der Öffentlichkeit aufzutreten, Sichtbarkeit und Transparenz zu verbessern und den Wissensaustausch zu fördern. Abstraktes soll veranschaulicht werden, unter anderem, um Beteiligte zu motivieren und zu aktivieren.
 
2. Verankerung und Umsetzung entwicklungspolitischer Strategien auf kommunaler Ebene
 
Um Herausforderungen, wie Klimawandel, Armut und sozialer Benachteiligung zu begegnen, wurden Lösungsvorschläge wie internationale Städtekooperationen, die Vernetzung entwicklungspolitischer Akteure oder die Verankerung globaler Verantwortung in der Kommune erarbeitet. Konkret vereinbart wurden Bildungsveranstaltungen für kommunale Mitarbeiter
und eine Internetseite für alle entwicklungspolitisch aktiven Akteure.
 
3. Monitoring der Umsetzung der SDGs von Privatunternehmen
 
Probleme bei der Darstellung der SDG-Aktivitäten sind verschiedene Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung, wenig Vergleichbarkeit, wenige Daten sowie unterschiedliche Rollen und Motivationen der Stakeholder. Gefordert ist ein einfaches Monitoring-Tool wie das der Stadt Los Angeles, wo Daten zur Nachhaltigkeit gesammelt und dargestellt werden. Konkrete Vereinbarung: Die Tool-Idee wird weiterverfolgt, konkretisiert und mit Workshop-Teilnehmern weiter diskutiert.
 
4. Nachhaltige Transformation städtischer Räume durch experimentelle Formate
 
Als grundsätzliche Herausforderung werden die Aktivierung der Zielgruppe und die Ergebnisoffenheit bestehender Beteiligungsformate betrachtet. Es wird als sinnvoll erachtet, mit Projekten in die Quartiere zu gehen und die Zivilgesellschaft konkret einzubeziehen.
 
5. Faire Beschaffung von Kommunen
 
Fehlendes Bewusstsein der Beschaffenden oder die Furcht vor mehr Verwaltungsaufwand werden als Problemfelder identifiziert. Konkrete Vereinbarungen: Durch Beratung und Schulung sollen Mitarbeiter der Verwaltung in Mannheim und der Region sensibilisiert werden. Mit einem Bürgerforum und Partizipation soll die Zivilgesellschaft eingebunden werden.
 
6. Partnerschaften für die SDGs: Bürger/-innen, Städte und Unternehmen für ein nachhaltiges Europa

Zentrale Herausforderungen sind ein intensiverer Dialog und Partnerschaften zwischen Politik und Zivilgesellschaft. Transparenz und Authentizität sollen mehr bürgerschaftliche Einbindung schaffen, um Verantwortungsbewusstsein und zivilgesellschaftlichen Input zu wecken.

Die Ergebnisse des Bürgerforums:

7. Klimaneutrale Mobilität
 
Um das Ziel einer klimaneutralen Mobilität zu erreichen, wurde eine Vielzahl von Vorschlägen erarbeitet, wie eine Kapazitätserhöhung des ÖPNV, Komfort bei der Kopplung von unterschiedlichen Systemen, der Ausbau eines Logistikhubs für Cargobikes oder die Verknappung von Parkraumbewirtschaftung.
 
8. Stadtgrün
 
Das Lab-Team sieht die Herausforderung, Stadtgrün-Projekte sichtbarer und transparenter zu machen, dabei sollen unterschiedlichste Zielgruppen angesprochen werden. Angeboten werden sollten unter anderem Spaziergänge als Bildungsangebot. Angestrebt sind Kooperationen zum Beispiel mit dem NABU, aber auch mit Hauseigentümern. Mit Wettbewerben, Schul- und Stadtprojekten soll die Zivilgesellschaft eingebunden und aktiviert werden.
 
9. Nachhaltiger Konsumieren
 
Es besteht eine Überforderung durch Anglizismen. Die Zivilgesellschaft soll stärker eingebunden werden durch persönliche Geschichten und Botschafter. Gewünscht ist mehr Öffentlichkeitsarbeit, die erklärt, was nachhaltiger Konsum ist. Ideen zur Verbesserung: Kredite für nachhaltige Startups, nachhaltige Produkte durch Kooperationen in den lokalen Einzelhandel bringen, Entwicklung eines regionalen Siegels.
 
10. Soziales Engagement
 
Um mehr soziales Engagement zu fördern, schlägt das Urban Lab-Team unter anderem eine Verbesserung des Wissenstransfers auf Augenhöhe vor, mehr Sprachvielfalt sowie den Ausbau neuer Formate für ein niedrigschwelliges Engagement.
 
Die kompletten Ergebnisse des URBAN THINKERS CAMPUS 2019 werden nun aufgearbeitet und dokumentiert. Detaillierte Informationen werden zeitnah auf der UTC-Internetseite veröffentlicht. https://utc-mannheim.de

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Nachhaltiger Dialog gestartet https://innovationsfestival-mannheim.de/en/pressemeldung-people-planet-profit-abschluss/ Fri, 25 Oct 2019 12:58:27 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2322 Innovationen sind nur sinnvoll, wenn sie nachhaltig sind – wenn sie ökonomisch, aber auch ökologisch und sozial einen Mehrwert bieten. Mannheim will nachhaltige Innovationen im Dialog mit Unternehmen, Startups und der Stadtgesellschaft zukünftig noch stärker vorantreiben. Im Rahmen des Innovationsfestivals „innomake!“ eröffnete das Symposium „people | planet | profit“ den Diskurs zu diesem Zukunftsthema – und zog bei der Premiere mehr als 300 Besucher in den Mannheimer Rosengarten.

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Nachhaltiger Dialog gestartet

Erfolgreiche Premiere beim 1. Innovationsfestival „innomake!“: Über 300 Besucher beim Symposium „people I planet I profit“ im Mannheimer Rosengarten

Innovationen sind nur sinnvoll, wenn sie nachhaltig sind – wenn sie ökonomisch, aber auch ökologisch und sozial einen Mehrwert bieten. Mannheim will nachhaltige Innovationen im Dialog mit Unternehmen, Startups und der Stadtgesellschaft zukünftig noch stärker vorantreiben. Im Rahmen des Innovationsfestivals „innomake!“ eröffnete das Symposium „people | planet | profit“ den Diskurs zu diesem Zukunftsthema – und zog bei der Premiere mehr als 300 Besucher in den Mannheimer Rosengarten.

„Mannheim ist eine Stadt der Innovationen – und besonders wichtig ist für uns die Frage, wie wir Innovationen befördern, die uns nachhaltig werden lassen. Mit unserem Leitbild ‘Mannheim 2030‘ wollen wir die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umsetzen “, erklärte Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz in seiner Eröffnungsrede. „Dieses Ziel bedeutet aber auch eine grundlegende Veränderung der Art unseres Wirtschaftens und unserer Art zu leben – und mit diesem Symposium eröffnen wie hierzu die Debatte.“

Dieser Diskurs begann für die Besucher bereits im Foyer des Musensaals, in den das Symposium wegen der großen Nachfrage kurzfristig verlegt werden konnte. Dort waren acht Konzeptposter ausgestellt, die zuvor in einem ganztägigen Design Thinking-Workshop entwickelt wurden. „Wie können wir Innovationen nachhaltig gestalten?“ lautete die Fragestellung des Workshops. Die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – ein vielfältiger Mix aus Vertretern Mannheimer Unternehmen, Wissenschaftlern, Kreativwirtschaft und Startups entwickelten kreative Ideen und konkrete Lösungskonzepte.

Bevor vier ausgewählte Konzepte dem Publikum vorgestellt wurden, wies Oberbürgermeister Dr. Kurz darauf hin, dass das Symposium gleichzeitig den Auftakt zum Urban Thinkers Campus 2019 bildet. Im Auftrag der „World Urban Campaign“ von UN Habitat, dem Wohn- und Siedlungsprogramm der Vereinten Nationen, richtet Mannheim zum dritten Mal als einzige deutsche Stadt einen UTC aus. In diesem Zusammenhang betonte der italienische Architekt und Stadtplaner Roi Chiti, UN-Habitat Coordinator, in seinem Vortrag die wichtige Rolle von Kommunen im Nachhaltigkeitsprozess. Mannheim sei ein „bemerkenswertes Beispiel“ für Städte, die ihre Entwicklungsstrategie konsequent an den 17 „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen ausrichten.

„Um unser Ziel, die Umsetzung der SDGs zu erreichen, brauchen wir Partnerschaften und Kooperationen mit dem Privatsektor. In Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region lassen sich konkrete Beiträge zur Verbesserung des Klimas oder der sozialen Gerechtigkeit leisten“, sagt OB Dr. Peter Kurz. Als Vertreterin eines regional ansässigen Unternehmens beschrieb Christine Susanne Müller, verantwortlich für Nachhaltigkeit und Change Management bei SAP, Chancen und Herausforderungen zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen aus der Sicht eines global präsenten Unternehmens. Als große Chance seien die SDGs für Unternehmen wie SAP ein Beschleuniger auf dem Weg zu einer lebenswerten Welt für zukünftige Generationen.

 Visionäre Konzepte vorgestellt: inspirierender Design Thinking-Workshop mit Unternehmern und Startups aus Mannheim und der Region

Dass Nachhaltigkeitsaktivitäten in Zeiten von „Greenwashing“ möglichst transparent gemacht werden sollten, zeigten auch mehrere Workshop-Konzepte. Andri Stocker, Mitgründer des konsequent nachhaltig arbeitenden Mannheimer Modelabels Phyne, präsentierte das Projekt „Rating for Future“, das er mit seinem Team zuvor entwickelt hatte: eine Art Gütesiegel, das auf der Grundlage messbarer Daten Verbraucher informiert, wie nachhaltig ein Produkt hergestellt ist. Ein weiteres Team stellte die Idee einer App vor, die Konsumenten zur Veränderung des eigenen Umweltverhaltens animieren kann. Die App macht den persönlichen umweltrelevanten Fußabdruck sichtbar – in Form des individuellen Strom- und Wasserverbrauchs oder des CO2-Aussstoßes. 

Der Mannheimer Florian Fischer, Mitgründer des Spezialitäten-Kaffee-Startups Pourista, entwickelte mit seinem Team das Konzept „Wetten dass“: Ein Placemaking-Projekt im öffentlichen Raum durch Infotainment mit Negativ- und Positivbeispielen wie einem Schwimmbecken voller Plastikmüll im öffentlichen Raum – oder als Gegenpol ein Urban-Gardening-Projekt. Ergänzend sollen „Stadtwetten“ für das Thema sensibilisieren.

Markus Artur Fuchs, Geschäftsführer der Agentur Kontext Kommunikation, stellte schließlich das Projekt „Re-Seed“ vor. Die Idee: Das Wissen der erfahrenen, älteren Generation mit dem Wissen junger Digital Natives zu verbinden – als Stadtentwicklungsprojekt in Mannheimer Stadtteilen. Durch den kommunikativen Wissenstransfer soll der soziale Kitt zwischen den Generationen erhalten bleiben – oder nachhaltig geschaffen werden.  Dass die Themen Innovation und Nachhaltigkeit zusammengehören, beschrieb der Journalist Wolf Lotter in seiner Keynote. Seit mehr als 30 Jahren ist das Gründungsmitglied des Wirtschaftsmagazins „brand eins“ als Autor tätig. In seinem aktuellen Buch „Innovation. Streitschrift für barrierefreies Denken“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie Veränderungsdenken sozial und kulturell nachhaltig in Organisationen und Gesellschaften etabliert werden kann. Eine seiner Thesen: „Innovation ist immer auch eine kulturelle Leistung und keine rein technologische Leistung. Wenn wir nicht verstanden haben, dass jede kulturelle Innovation immer auch mit dem sozialen Aspekt verbunden ist, dann werden wir nicht weiterkommen. Innovation bedeutet, dass etwas da ist, das wir in Frage stellen. Und Nachhaltigkeit darf nicht bedeuten, dass wir konservativ werden.“ Innovation und Nachhaltigkeit, so Lotter, gehören zusammen. Nachhaltige Innovation sei keine gemütliche Arbeit, aber eine zentrale Ressource: „die Fähigkeit, selbständig zu denken und Neuerungen auch gegen Widerstände durchzusetzen.“ In der abschließenden Diskussion mit Wolf Lotter und Beiträgen aus dem Publikum bekräftigte Dr. Peter Kurz die Entschlossenheit der Stadt Mannheim auf dem Gebiet nachhaltiger Innovation weiterhin den offenen Dialog zu suchen: „Nachhaltigkeit hat neben der ökonomischen immer auch eine ökologische und eine soziale Dimension. Das bedeutet: Wenn wir nicht nach den Verbindungen zwischen diesen Themen suchen, werden wir das Ziel nicht erreichen. Uns geht es deshalb um die Entwicklung einer ganzheitlichen Strategie – und das schaffen wir nur mit einem intensiven Dialog mit allen Beteiligten.“ 

Dass das Innovationsfestival „innomake!“ auch in Zukunft eine kommunikative Plattform für diesen Dialog sein soll, bekräftigte zum Abschluss des Symposiums Karmen Strahonja, die Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH: „Uns geht es nicht darum, mit Marketing einfach nur Aufmerksamkeit schaffen. Unser Ansatz ist es, die Themen aufzuspüren, die Mannheim wirklich ausmachen. Innovationskraft und Erfindergeist prägen die DNA unserer Stadt – und das führte zu der Idee, das 1. Innovationsfestival „innomake“ zu veranstalten. Wir freuen uns sehr, dass das Festival so außerordentlich große Resonanz erfährt. Wir konnten weit über 1.500 Gäste bei bislang 15 Veranstaltungen begrüßen. Positive Resonanz kommt von allen Bereichen: Von der Industrie, dem Mittelstand, von Startups und auch den Bürgerinnen und Bürgern. Das Symposium hat uns gezeigt, dass wir eine große Bereitschaft und damit beste Voraussetzungen in der Stadt haben, die entwickelten Ideen nun umzusetzen.“

Ergänzend sagte Christian Sommer, Geschäftsführer von Startup Mannheim: „Wir arbeiten sehr eng mit dem Stadtmarketing zusammen und genießen den hohen Freiheitsgrad, gemeinsam neue Formate wie beispielsweise dieses Festival umzusetzen. Das ist aus meiner Sicht ein hoher Wert und eine nachhaltige Innovation für die Zukunft. Großes Potenzial sehen wir in dem Konzept „Re-Seed“, das im Design Thinking-Workshop entstanden ist. Es ist eine großartige Idee, den Wissenstransfer zwischen den jungen Digital Natives und der älteren Generation zu verbessern. Wir können uns vorstellen, dieses nachhaltige Stadtentwicklungsprojekt in Mannheim konkret umzusetzen.“

Noch bis zum 27. Oktober läuft das erste Innovationsfestival Mannheim. Auf dem weiteren Programm stehen der Urban Thinkers Campus, der Climathon und der Nachtwandel. Der Starttermin für die zweite Auflage im nächsten Jahr steht bereits fest: Ab dem 30. September 2020 heißt es wieder auffordernd: innomake!

innomake! 2019 wurde von den Sponsoren Bilfinger SE, John Deere GmbH & Co. KG, MVV Energie AG, Roche Diagnostics GmbH und Siemens AG unterstützt, die sich mit ihrem Know-how auch inhaltlich am Diskurs des Festivals beteiligen.

 

© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel
© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel

Über die Stadtmarketing Mannheim GmbH
Die Stadtmarketing Mannheim GmbH wurde 2001 gegründet, um Mannheims Wettbewerbsfähigkeit im konkurrierenden Umfeld weiter auszubauen, die Attraktivität des Images nach innen und außen zu steigern sowie die Profilierung und Positionierung der Stadt mit all ihren Stärken voranzutreiben. Sie wird zu 49 Prozent von der Stadt getragen, die Mehrheit von 51 Prozent der Anteile halten die 21 privaten Gesellschafter. Weitere Informationen unter www.stadtmarketing-mannheim.de.

Über STARTUP MANNHEIM
Das Startup-Ökosystem, das sich in Mannheim in den letzten Jahren herausgebildet hat, zeichnet sich durch große Agilität und Aktivität aus. STARTUP MANNHEIM ist die Dachmarke der mg: mannheimer gründungszentren gmbh, unter der das Startup-Ökosystem in der Stadt mit vielfältigen Aktivitäten in den Bereichen Startupförderung und -ansiedelung, kulturelle Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft zusammengefasst und interdisziplinär vorangetrieben wird. Unser Ziel ist es, das Startup-Ökosystem dynamisch, nachhaltig und sinnvoll weiterzuentwickeln und die überregionale und internationale Wahrnehmung als urbaner Startup-Hub weiter zu erhöhen. Dafür haben wir optimale Rahmenbedingungen mit acht Startup-Zentren, Förderprogrammen, Finanzierungen, Beratung, Inkubatoren, Acceleratoren, Co-Working Spaces und internationale Netzwerke, insbesondere nach Tel Aviv. Weitere Informationen unter www.startup-mannheim.de.

PRESSEKONTAKT
Lisa Hess
Stadtmarketing Mannheim GmbH
+49 (0) 621 / 15667321
[email protected]
E 4, 6 | 68159 Mannheim

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Women in Tech I/*npu*/T Session https://innovationsfestival-mannheim.de/en/women-in-tech-2019/ Fri, 25 Oct 2019 10:20:57 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2311 Die palästinensische Unternehmerin Abeer Abu Ghaith zählt zu den 100 einflussreichsten arabischen Frauen. Bei der Reihe „Women in Tech“ sprach sie über die Zukunft des maschinellen Lernens, über Diskriminierung in der IT-Welt – und ihren Willen niemals aufzugeben.

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Women in Tech I/*npu*/T Session

Die palästinensische Unternehmerin Abeer Abu Ghaith zählt zu den 100 einflussreichsten arabischen Frauen. Bei der Reihe „Women in Tech“ sprach sie über die Zukunft des maschinellen Lernens, über Diskriminierung in der IT-Welt – und ihren Willen niemals aufzugeben.

© LA.MAG
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„Wir bieten nicht nur Business … wir bieten Hoffnung!“ Als Abeer Abu Ghaith mit diesem Satz ihren Vortrag beendet, ist es einen Augenblick lang sehr still im Raum – und der Applaus folgt umso lauter. Es gibt einige dieser Momente in ihrem Vortrag, die die Probleme europäischer Startups plötzlich ganz klein erscheinen lassen. Abgesehen von der Aufgabe, in einem latenten Kriegsgebiet eine Tech-Marke aufzubauen, die internationale Unternehmen mit Spezialisten aus dem arabischen Raum vernetzt, hat sie mit Problemen zu kämpfen, die man sich bei uns kaum noch vorstellen kann: Männer, die Frauen trotz ihres Know-How nicht als Business-Partner anerkennen. Ehemänner, die ihren Frauen den Laptop wegnehmen, um berufliches Vorwärtskommen zu verhindern. Oder in Abeers Fall die Familie, die zuerst nicht wollte, dass die Tochter statt zu heiraten das tut, was sie am liebsten tut: ein Unternehmen zu managen, die Welt zu bereisen und anderen Frauen Mut zu machen, eigene Wege zu gehen.  

Genau das schafft Abeer Abu Ghaith aber sehr eindrucksvoll. Zusammen mit ihrem Team bietet und entwickelt sie neben Web-Development-Services individuelle Lösungen auf der Basis neuester AI-Technologie. „Es ist extrem eindrucksvoll, wie diese Frau gegen alle Widerstände ihr Business vorantreibt“, sagt nach dem Vortrag eine der rund 30 Frauen, die zur vierten „Input-Session“ der STARTUP MANNHEIM Initiative „Women in Tech“ gekommen war.

Eingeladen wurde Abeer Abu Ghaith vom Mannheimer Gründerinnenzentrum gig7. „Zum ersten Mal sind wir uns vor zwei Jahren in Palästina begegnet“ erklärt zu Beginn Lena Rübelmann, Community-Managerin des gig7. Damals war eine STARTUP MANNHEIM Delegation nach Hebron gereist, um dort ein Co-Working-Lab einzurichten – als kollaborativer Arbeitsort für palästinensische Gründer*innen und als Startschuss der Kooperation HEMA.

Als Abeer Abu Gaith nach rund 90 Minuten ihren Vortrag in den Räumen des Mannheimer Unternehmens „Bridging-IT“ beendet, sagt sie dann noch einen weiteren Satz, der im Gedächtnis bleibt: „If you want to empower tech, you have to empower women.“ Mit ihrem Unternehmen hat sie schon viele Frauen aus der Arbeitslosigkeit und der Hoffnungslosigkeit geholt und zum Aufbruch in eine Tech-Karriere motiviert – und genau das macht die Reihe „Women in Tech“ zum Thema. Oder wie Pricilla Weixler vom „Women in Tech“-Team sagt: „Mit unseren Speakerinnen spannen wir einen Bogen zwischen technologischem Input und dem inspirierenden Aspekt – und heute sind wie sehr glücklich, dass beides wieder auf einem sehr hohen Level gelungen ist.“

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NØK https://innovationsfestival-mannheim.de/en/nok-2019/ Thu, 24 Oct 2019 08:21:24 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2292 Die Nachtkultur ist ein Thema, das immer wichtiger wird und über das noch viel gesprochen werden muss. Denn das Feld ist breit und Probleme wie beispielsweise das aktuelle Sterben diverser Live-Clubs sind akut. So kam Mannheims erste Nachtkulturkonferenz am 21. und 22. Oktober genau zum richtigen Zeitpunkt.

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NØK — Erste Internationale Nachtkulturkonferenz

Das Nachtleben fördern

Die Nachtkultur ist ein Thema, das immer wichtiger wird und über das noch viel gesprochen werden muss. Denn das Feld ist breit und Probleme wie beispielsweise das aktuelle Sterben diverser Live-Clubs sind akut. So kam Mannheims erste Nachtkulturkonferenz NØK am 21. und 22. Oktober genau zum richtigen Zeitpunkt.

© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet
© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet

Die NØK wurde von STARTUP MANNHEIM organisiert. Es kamen zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland, um ihre Erfahrungen in der Nachtkultur mitzuteilen, um von den neuesten Entwicklungen zu berichten und um gemeinsam zu überlegen, wie man diesen Bereich noch weiter stärken und in den Fokus rücken kann.

Die schummrig-gemütliche Atmosphäre des Kulturzentrums Alte Feuerwache, in der der erste Tag der NØK stattfand, lieferte den perfekten Rahmen. Im kulturellen Flair des Hauses eröffnete Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Veranstaltung am Vormittag. „Wir merken, dass Nachtkultur und Nachtökonomie heute keine marginalen städtischen Themen mehr sind, sondern zentrale urbane Entwicklungstreiber“, sagte er und hob dabei die erste Nachtbürgermeisterstelle Deutschlands hervor, die in Mannheim ins Leben gerufen wurde. Die Nacht sei nicht die böse Schwester des Tages, so Kurz. Das Nachtleben müsse gefördert und entwickelt werden.

© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet
© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet

Wie und warum das Nachtleben gefördert werden muss, machten auch die anschließenden Keynotes, Impulsvorträge und Diskussionsrunden deutlich. Experten aus dem Bereich Nachtkultur, darunter Night Mayors oder Nachträte aus anderen Ländern, erklärten unter anderem, wie sich die urbane Nacht gewandelt hat, was man tun kann, um die Wichtigkeit dieser hervorzuheben, und wie man den Problemen begegnen kann, die durch eine lebhaftere Nacht entstehen. Diesbezüglich kündigte auch der Mannheimer Polizeipräsident Andreas Stenger an, die jetzt schon enge Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nachtkulturakteur*innen in Mannheim auch in Zukunft zu fördern. „Die Polizei legt Wert auf ein sicheres Nachtleben. Doch das kann sie allein nicht bewerkstelligen“, so Stenger.

© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet
© Stadtmarketing Mannheim, Jan Millenet

Am zweiten Tag trafen sich Vertreter aus Gesellschaft, Politik und Verwaltung im Musikpark Mannheim und erörterten unter anderem, welche Ansprüche an die Position des Nachtbürgermeisters gestellt werden können und wie man diese Position an die jeweiligen Kommunen und deren Bedarfe anpassen kann.

„Die NØK hat einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz der Nacht als bedeutenden Bestandteil des städtischen Zusammenlebens geleistet und neben der allgemeinen Bedeutung der Nacht Musikclubs und Bars als Ort der Kultur und des sozialen Austauschs herausgestellt“, resümiert Anna Blaich, Projektmanagerin der Kulturellen Stadtentwicklung bei STARTUP MANNHEIM. Auch der öffentliche Raum, welcher der gesamten Stadtgesellschaft gehöre, und Großveranstaltungen wie die BUGA23 seien ein wichtiger Ort für Kunst und Kultur. „Der Workshop am zweiten Tag hat gezeigt, welche Bedeutung das Thema ‚Nacht‘ auch in anderen Kommunen hat. Gemeinsam mit deren Vertretern haben wir über Modelle, Finanzierung, Themen und Strukturen diskutiert und konnten so hoffentlich wichtige Impulse setzen“, so Anna Blaich.

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Digital Changemakers Summit 2019 https://innovationsfestival-mannheim.de/en/digital-changemakers-summit-2019/ Tue, 22 Oct 2019 07:29:07 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2252 Sie sind jung, motiviert und ganz schön smart: rund 60 Studierende entwickelten beim zweitägigen Digital Changemakers Summit Ideen für „Smart & Sustainable Cities“ der Zukunft. Der Mannheimer Universitäts-Lehrstuhl für Corporate Social Responsibility hat damit ein hochaktuelles Thema aus dem Bereich „digitale soziale Innovation“ in den Fokus gerückt.

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Digital Changemakers Summit 2019

Nachhaltige Ideen für „Smart & Sustainable Cities“

Sie sind jung, motiviert und ganz schön smart: die rund 60 Studierenden, die beim zweitägigen Digital Changemakers Summit Ideen entwickelten für „Smart & Sustainable Cities“ der Zukunft. Der Mannheimer Universitäts-Lehrstuhl für Corporate Social Responsibility hat damit ein hochaktuelles Thema aus dem Bereich „digitale soziale Innovation“ in den Fokus gerückt. „In Städten wird die Zukunft entschieden“, erklärte zu Beginn Summit-Organisator Manuel Reppmann. „In vier Workshops suchen wir deshalb smarte Lösungen für innovative und nachhaltige Stadtentwicklung.“

© Digital Changemakers Summit
© Digital Changemakers Summit

Bevor sich die Studierenden in vier Gruppen in den Hackathon stürzten, startete der Freitag mit Impulsvorträgen. Simone Maienfisch, Director of Global Future Cities bei SAP, beschrieb die Herausforderung, Softwarelösungen für „intelligente Städte“ von morgen zu entwickeln. Die Nachhaltigkeitsmanagerin Manuela Ojan von HeidelbergCement berichtete von innovativen Betonprodukten, die mit Hilfe von Licht Luftschadstoffe abbauen – und Dr. Paula Maria Bögel vom KIT Karlsruhe betonte die zentrale Rolle der Digitalisierung bei urbanen Change-Prozessen. Wie weit die Stadt Mannheim auf dem Weg zur „Smart and Sustainable City“ bereits ist, erläuterte Christian Hübel in seiner Keynote. Der Leiter des Bereiches „Strategische Steuerung“ beschrieb die Ausrichtung der Stadt an den Sustainable Development Goals der UN und präsentierte eine Workshop-Aufgabe: die Entwicklung einer digitalen Plattform zur Dokumentation der Nachhaltigkeitsaktivitäten privater Unternehmen.

© LA.MAG
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Mit der Vorstellung von „1000 satellites“, einem Co Working-Startup-Projekt der BASF und „Tutaka“, einer Plattform für „nachhaltiges Gastgeben“, ging der spannende erste Tag zu Ende. Der folgende Samstag wurde intensiv: Mit knackigen Fünf-Minuten-Präsentationen stellten die Studierenden die Ergebnisse der ganztägigen Workshops vor, und die Jury hatte die nicht einfache Aufgabe, einen Tagessieger zu ermitteln.

Die Wahl fiel auf die Gruppe mit einer intelligenten Lösung zur Messbarkeit von persönlichem Nachhaltigkeits-Engagement. Eine App soll es Mitarbeitern erlauben, eigene Beiträge zur CO2-Einsparung zu dokumentieren, die etwa durch die Nutzung von dezentralen Co-Working-Angeboten entstehen. Informationen und Ideen können mit anderen Mitarbeitern geteilt werden, was Motivation und Engagement erzeugt.

© LA.MAG
© LA.MAG

Sehr zufrieden über das Ergebnis der Workshops war auch Christian Hübel von der Stadt Mannheim: „Wenn sich Studierende mit einem Herausforderung beschäftigen, wie unserer Idee einer Plattform für nachhaltig arbeitende Unternehmen, bringt das durch die Außensicht einen besonderen Mehrwert für uns. Heute gab es wichtige Impulse für die Webseite, die wir entwickeln möchten – einiges können wir direkt umsetzen.“ 

Glücklich mit den Ergebnissen waren nicht nur die Impulsgeber und die Studierenden, sondern auch das Team des Lehrstuhls für Corporate Social Responsibility. Manuel Reppmann: „Der Summit war sehr intensiv, weil das Thema die Studierenden sehr persönlich betrifft.“ Das Thema für den DCS 2020 steht auch schon fest: „Circular Economy“ – das insbesondere in Städten immer wichtigere Thema der Kreislaufwirtschaft.

Mehr Infos unter: bwl.uni-mannheim.de

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UX-DAY 2019 https://innovationsfestival-mannheim.de/en/ux-day-2019/ Mon, 21 Oct 2019 12:54:44 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2203 Sie kommen jedes Jahr aus ganz Deutschland nach Mannheim, um den UX-DAY zu erleben: User Experience-Experten, die unsere digitale Welt gestalten. Mit rund 400 Teilnehmern war der UX-DAY wieder ein Magnet für UX-Profis aus E-Commerce, Marketing und Industrie.

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UX-DAY 2019

Eine einzigartige Erfahrung für UX-Interessierte

Sie kommen jedes Jahr aus ganz Deutschland nach Mannheim, um den UX-DAY zu erleben: User Experience-Experten, die unsere digitale Welt gestalten. Mit rund 400 Teilnehmern war der UX-DAY wieder ein Magnet für UX-Profis aus E-Commerce, Marketing und Industrie. 

© Alexander Münch
© Alexander Münch

„Der UX-DAY ist mehr als eine Konferenz“, sagt der Mann, der ihn vor 10 Jahren erfunden hat. „Mit dem UX-DAY bieten wir eine besondere Erfahrung“, erklärt Christian Fernandez, Mitgründer der Mannheimer Digitalagentur Kühlhaus. Was vor zehn Jahren als kleine Fachtagung begann, hat das Kühlhaus-Team zu einem dreitägigen Event entwickelt: mit hochkarätigen Speakern, Masterclasses und Workshops – kombiniert mit Musik, einem Streetfood-Markt und Netzwerk-Events wie einer Warm Up-Party im Mannheimer Szeneviertel Jungbusch.

Doch vor dem Feiern wurde intensiv gearbeitet. Auch in diesem Jahr startete der UX-DAY im Kreativwirtschaftszentrum C-HUB mit Masterclasses – diesmal zu den Themen „User research“, „UI Animation“ und Kreativität im Business. Im Workshop des belgischen Texters und Konzeptioners Youri Keifens konnte man lernen, wie man ausgetretene Denkpfade verlässt, um mehr Kreativität freizusetzen. „Dabei profitieren die Teilnehmer von Expertenwissen und können das Erlernte praktisch in ihrer täglichen Arbeit umsetzen“, so Christina Genthner vom UX-DAY-Team.

© Simon Hofmann
© Simon Hofmann

Der zweite Tag bildete mit der UX-DAY KONFERENZ wie immer den Höhepunkt des UX-DAY. In der Alten Feuerwache, wo eine Woche zuvor noch der Rapper Samy Deluxe auf der Bühne stand, präsentierten Top-Referenten aus Business, Wissenschaft und Forschung Themen zur Optimierung der Usability und zeigten auch den Weg dahin – unter anderem mit smarten Teambuilding-Strategien.    

Die Berliner Anthropologin Anja Becker schilderte, dass der Schlüssel zu wertvollen Erfahrungen darin besteht, die Menschen zu verstehen, für die man arbeitet. Als Teamleiterin der Berliner UX-Agentur UID erklärte sie, wie man ein Team von 100 Experten fit für die Zukunft macht – indem man selbstverantwortliche Teams einführt und Führungsebenen abschafft. Dr. Marcus Trapp vom Fraunhofer Institut zeigte, wie man aus Fehlern lernt – und das am besten nicht nur aus den eigenen. Der Amerikaner Ben Davison von Google Cloud erklärte, wie man Kundenzufriedenheit heute misst – und warum es wichtig ist, unter anderem den „Happinessfaktor“ der User abzufragen. Nach den spannenden Vorträgen ging der Tag in der Feuerwache happy in einen lockeren Netzwerk-Abend über: mit Free Fingerfood, Drinks und einem Northern Soul-DJ, der gutes altes analoges Vinyl auflegte.

© Alexander Münch
© Alexander Münch

Der dritte UX-DAY am Freitag stand dann im Zeichen eines ganztägigen Crash-Seminars im Mannheimer Spiegel-Institut. Wie entwickelt man Produkte, die genau den Anforderungen der Nutzergruppe entsprechen? Den Teilnehmern wurden alle wichtigen UX-Grundlagen zur Beantwortung dieser Frage vermittelt, und nach der anschließenden Prüfung erhielten sie die anerkannte Zertifizierung „Certified Professional for Usability and User Experience – Foundation Level“.

Und wie entwickelt sich der UX-DAY weiter? „Wir machen uns ständig Gedanken über das Format und überlegen, wie wir auch in Zukunft spannend bleiben“, sagt Christian Fernandez. Die nächste Evolutionsstufe ist bereits gesetzt: 2020 wird erstmals der UX-AWARD für herausragende UX-Projekte verliehen, von Kühlhaus gestiftet und mit 5000 Euro dotiert.

Und noch eine Info für alle Early Birds: Noch vier Wochen lang gibt es für die Teilnehmer des diesjährigen UX-DAY rabattierte Tickets. Also beeilen, denn sonst heißt wie jedes Jahr schon bald: „sold out!“

Mehr Infos unter: ux-day.de

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Drei Fragen an Christine Susanne Müller https://innovationsfestival-mannheim.de/en/interview-christine-susanne-mueller/ Sat, 19 Oct 2019 14:39:44 +0000 https://innovationsfestival-mannheim.de/?p=2170 Wir haben die Keynote-Speakerin Christine Susanne Müller (Director Global Sustainability Transformation and Change Management bei SAP SE) nach dem Zusammenhang von Innovation und Nachhaltigkeit gefragt.

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Warum Innovation und Nachhaltigkeit zusammengehören

Drei Fragen an Christine Susanne Müller

Städte und Unternehmen gehören zu den Treibern für Fortschritt und Veränderung. Beim Symposium „people | planet | profit“ berichten die Innovationsstadt Mannheim und das Softwareunternehmen SAP von ihrer Ausrichtung an den Nachhaltigkeitszielen der UN. Wir haben die Keynote-Speakerin Christine Susanne Müller (Director Global Sustainability Transformation and Change Management bei SAP SE) nach dem Zusammenhang von Innovation und Nachhaltigkeit gefragt.

Drei Fragen an Christine Susanne Müller

Innovation und Nachhaltigkeit: Funktioniert das eine ohne das andere?

Nein, sie sollten miteinander einhergehen. Bei Innovationen sollte Nachhaltigkeit immer mitgedacht werden. Umgekehrt ist Nachhaltigkeit ein Innovationstreiber. Sie fordert und fördert die Entwicklung neuer Lösungen und Herangehensweisen, die ökologische, soziale und finanzielle Aspekte ganzheitlich betrachten und in Balance bringen.

Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele?

Eine sehr große Rolle! Das haben auch die Vereinten Nationen erkannt und Unternehmen eine maßgebliche Rolle bei der Umsetzung der Ziele zugeschrieben. Unternehmen wirken in viele Lebensbereiche hinein, daraus ergibt sich für sie ein besonderer Hebel – Chance und Verantwortung zugleich, einen positiven Beitrag zu leisten. 

Ihr Lieblingsbeispiel einer nachhaltigen Innovation?

Aktuell wäre die „Plastics Cloud“ eines meiner Lieblingsbeispiele. Es handelt sich dabei um ein Pilotprogramm, das SAP letztes Jahr startete und sukzessive ausbaut. Das Ziel ist es, Transparenz zu Plastik in Lieferketten zu erhöhen, einen neuen Marktplatz für recyceltes Plastik und Plastik-Alternativen zu schaffen und große Unternehmen und Abfallsammler ethisch und konsistent über das SAP Ariba Netzwerk mit seinen 3,8 Millionen Teilnehmern zu verbinden.

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