Innovationen

made in Mannheim

Mannheim hat sich mit bedeutenden Erfindungen und bahnbrechenden Ideen weltweit einen Namen gemacht. Diese Innovationskraft hält bis heute an. In Mannheim ansässige, weltweit agierende Großkonzerne, ein breiter Mittelstand mit namhaften Traditionsfirmen und eine aktive Start-up-Szene bringen bedeutende neue Produkte, Dienstleistungen und Verfahren hervor, die die Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft vorantreiben. So kann sich Mannheim mit Fug und Recht als historisch gewachsene Stadt der Innovationen bezeichnen.

Dass das Fahrrad, das Automobil und der moderne Traktor in Mannheim ihren Ursprung haben, ist den meisten bekannt. Diese und viele weitere, vielleicht noch unbekannte Innovationen aus Mannheim können über den gesamten Festivalzeitraum in einer Freiluftausstellung in der Mannheimer Innenstadt entdeckt werden.

Entdecken Sie auch hier in der Online-Version eine Auswahl spannender Erfindungen made in Mannheim.

ABB

ABB Deutschland

IN MANNHEIM WERDEN ROBOTER ZU KOLLEGEN.

Wie sieht die Montage in der Fabrik der Zukunft aus? ABB Deutschland mit Hauptsitz in Mannheim liefert die Antwort darauf: 2015 stellte das Unternehmen mit YuMi® den weltweit ersten kollaborativen Zweiarm-Roboter vor. Damit betritt ABB eine neue Ära der Fertigungsautomation.

Das Besondere: Dank YuMi® arbeiten Menschen und Roboter Seite an Seite – erstmals ohne Schutzzäune. Ob bei Computern, Mobiltelefonen, Digitalkameras, Uhren oder Spielzeug – der fleißige Helfer kommt überall dort zum Einsatz, wo es um die präzise Montage von Kleinteilen geht. Während der Mensch den Überblick über die gesamte Produktion behält und die einzelnen Schritte überwacht, übernimmt der Roboter monotone, gesundheitsgefährdende Aufgaben. Der Mensch wird so entlastet und die Atmosphäre am Arbeitsplatz verbessert. Mit Lösungen wie YuMi®, unterstützt durch die Digitalplattform ABB Ability ™, ist ABB ein Technologieführer bei der digitalen Transformation von Industrien.

Der innovative Monteur wurde auf der China International Robot Show (CIROS) in Shanghai als bester Industrieroboter 2016 prämiert und gewann den renommierten Innovationspreis „Invention and Entrepreneurship Award in Robotics and Automation“ (IERA).

www.abb.de

Bilfinger SE

IN MANNHEIM WISSEN DIGITAL MACHEN.

Die Alterung der Gesellschaft macht auch vor den Unternehmen nicht halt. Aufgrund des demographischen Wandels wird es immer schwieriger, jüngere Mitarbeiter zu gewinnen. Umso mehr ist es die Aufgabe von Unternehmen, das fachliche Know-how und den Erfahrungsschatz der erfahreneren Mitarbeiter zu bewahren. Denn auch wenn technische Mitarbeiter bei der Arbeit vor allem ihre Hände einsetzen – das eigentliche Kapital steckt in ihren Köpfen.

Die Wissensdatenbank voller Videos für Praktiker von Praktikern soll dieser Herausforderung entgegenwirken: Industrial Tube. Zentrales Element ist eine Art Drehbuch, das den Anwender durch den Prozess der Aufnahme auf dem Smartphone leitet. So wird sichergestellt, dass alle relevanten Arbeitsschritte inklusive den Sicherheitsmaßnahmen und dem jeweils eingesetzten Werkzeug berücksichtigt werden. Die einzelnen Sequenzen werden automatisch zu einem fertigen Video zusammengeführt und auf die Industrial Tube Plattform geladen. Ein Freigabeprozess sichert die Einhaltung von Arbeitssicherheitsstandards und des Datenschutzes. Basierend auf Künstlicher Intelligenz erstellt das System zudem mehrsprachige Untertitel sowie Schlüsselwörter, die dafür sorgen, dass das Video mittels Stichwortsuche im Portal von Industrial Tube einfach gefunden und geteilt werden kann.

Nicht nur Bilfinger nutzt den Wissenstransfer mittels der Videoplattform, sondern stellt diese Lösung auch branchenübergreifend externen Partnern aus der Industrie zur Verfügung. Ziel ist, Industrial Tube als die zentrale Wissensplattform in der Prozessindustrie zu etablieren, auf der auch beispielsweise Hersteller von Komponenten ihre Videos, etwa zur korrekten Bedienung ihrer Produkte, platzieren können.

www.bilfinger.com

Foto © Johannes Vogt

Innovationen
Innovationen

Carl & Bertha Benz

IN MANNHEIM IST DAS AUTO ZUHAUSE.

Der Geburtsort des Automobils liegt in Mannheim. Der Erfinder des Autos Carl Benz studierte am Polytechnikum Karlsruhe Maschinenbau. Nach seinem Umzug nach Mannheim und seiner Heirat mit Bertha Ringer im Juli 1872 widmet sich der Ingenieur der Konstruktion von Motoren. In der Silvesternacht 1879 gelingt es ihm, seinen stationären Benzin-Motor erstmals zum Laufen zu bringen.

Um einen Kredit für die kostspielige Weiterentwicklung seiner Motoren zu erhalten, wandelt Carl Benz 1882 sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um, die „Gasmotorenfabrik in Mannheim AG”. Da den Aufsichtsräten seiner neuen Gesellschaft jedoch Gewinne wichtig sind, haben sie für die Vision vom pferdelosen Wagen nur wenig Verständnis. Daher verlässt Carl Benz das Unternehmen und gründet 1883 mit neuen Partnern die „Benz & Cie Rheinische Gasmotorenfabrik”. Endlich kann er sich neben der Produktion von Gasmotoren auch der Konstruktion seines Motorwagens widmen.

Am 2. November 1886 erhält Carl Benz auf seinen Motorwagen das Patent, aber wirtschaftlich gesehen ist der Wagen kein Erfolg. Der Patent-Motorwagen aber wird erst populär, als die couragierte Bertha Anfang August 1888 ohne Wissen ihres Mannes mit dem verbesserten Modell 3 eine abenteuerliche Fernfahrt unternimmt. Zusammen mit den beiden Söhnen fährt sie von der Waldhofstraße aus auf staubigen und holprigen Wegen zu ihrer Mutter in das 106 km von Mannheim entfernte Pforzheim.  Damit beweist sie, dass der Patent-Motorwagen keine Spinnerei, sondern vielmehr ein alltagstaugliches und überaus nützliches Fahrzeug ist.

Im Jahre 1914 verleiht die Technische Hochschule Karlsruhe Carl Benz die Ehrendoktorwürde. 1926 fusionieren die „Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim“ und die von Gottlieb Daimler gegründeten „Daimler- Motoren-Gesellschaft“ zur „Daimler-Benz-AG“.

 

Dieser Text wurde mit freundlicher Unterstützung von der Meile der Innovationen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen auch unter www.meile-der-innovationen.de

Caterpillar Energy Solutions GmbH

CATERPILLAR – MEHR ALS BAUMASCHINEN.

Mit MWM Digital Power startet der Energiemarkt in ein neues Zeitalter. Modernste Komponenten, verbunden mit einer intelligenten und sicheren Datenanalyse, sorgen für Effizienzsteigerungen bei der Auslastung und Wartung von Energieerzeugungsanlagen, die mit Gasmotoren und Stromaggregaten betrieben werden.

Die aktuellen MWM Gasmotoren sind mehr als nur eine Weiterentwicklung im herkömmlichen Sinn. Vielmehr sind diese Aggregate und Komplettlosungen perfekt auf die Herausforderungen der Industrie 4.0 sowie auf die geänderten Rahmenbedingungen eines dynamischen Energiemarktes im Zeitalter globaler Wertschöpfungsketten zugeschnitten. Als Teil des Netzwerks der Caterpillar Inc. besteht Zugriff auf internationales Wissen und Ressourcen, die den Kunden bei der Entwicklung individueller Komplettlösungen weltweit zugutekommen. Mit einer neuentwickelten digitalen Kraftwerkssteuerung TPEM (Total Plant & Energy Management) setzt das Unternehmen neue Maßstäbe im Bereich der Steuerung von Energielösungen, die eine hohe Wirtschaftlichkeit durch zentrale Bündelung und Regelung ermöglicht.

www.cat.com

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CONIAS Risk Intelligence GmbH

IN MANNHEIM WIRD RISIKO BERECHENBAR.

Wir leben in turbulenten Zeiten. Wo heute noch Frieden herrscht, sieht morgen die Sicherheitslage vielleicht schon ganz anders aus. Dieses Risiko gefährdet nicht nur die globalen Lieferketten großer Unternehmen, auch Bürger wollen zu Hause und auf Reisen vor Terrorismus und Gewalt sicher sein. Die CONIAS Risk Intelligence GmbH aus Mannheim hat deshalb das erste digitale System zur Analyse und Risikobewertung von Konflikten weltweit entwickelt.

Ähnlich wie bei einer Wetterkarte können Nutzer damit politische Risiken ständig aktualisiert und in Sekundenschnelle abrufen. Grundlage ist eine weltweit einzigartige Datenbank, die es erstmals möglich macht, Konflikte frühzeitig zu erkennen, auszuwerten und Empfehlungen zu erstellen: Ist eine Region sicher genug für Investitionen? Sollten Mitarbeiter evakuiert werden?

Im Gegensatz zu anderen Anbietern, die Bewertungen für ein ganzes Land abgeben, analysieren die Mannheimer das Risiko wahlweise für bestimmte Orte oder Gebiete. Dazu setzen sie anstelle von Expertenmeinungen auf messbare Kriterien. So kann der Kunde sicher sein, dass global mit einem einheitlichen Standard bewertet wird, was die Verlässlichkeit der Analyse um ein Vielfaches steigert. Bei Unternehmen aus der Versicherungs- und Automobilbranche ist das Tool bereits im Einsatz. CONIAS erhielt für ihre Entwicklung unter anderem den Mannheimer Existenzgründerpreis MEXI 2016 und wurde als eines der zwanzig innovativsten Universitäts-Start-ups der Welt auf die renommierte Falling Walls Conference eingeladen.

conias.com

CONTARGO

ERSTER CONTAINERTERMINAL IN EINEM BINNENHAFEN.

Volle Fahrt voraus: Mit einem Güterumschlag von mehr als 7,4 Millionen Tonnen ist der Mannheimer Hafen der zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands und einer der bedeutendsten Europas.

In Sachen ökologischer Bilanz greift die Binnenschifffahrt anderen Güterverkehrswegen übrigens mächtig unter die Arme – weil der Weg zu Wasser viel umweltfreundlicher ist.

Abheben und absetzen – seit einem halben Jahrhundert: 1968 eröffnete im Mannheimer Binnenhafen das erste Containerterminal Deutschlands. Seitdem wird hier im wahrsten Sinne des Wortes viel bewegt. Sei es mit riesigen Krananlagen, LKWs oder Güterzügen. Rund um die Uhr und entlang der wichtigsten Logistikketten Europas – Tetris für Fortgeschrittene!

www.contargo.net

Foto © Petra Arnold

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Foto © Ben van Skyhawk

COVEXO

REVOLUTIONÄRE DEVSPACE CLOUD

Vom Uni-Absolvent zum Gründer? In Mannheim keine Seltenheit. Auch Lukas Gentele, Daniel Thiry und Fabian Kramm machten nach dem Studium an der Universität Mannheim gemeinsame Sache. Und revolutionieren mit ihrer cloudbasierten DevSpace-Plattform die Arbeit von Entwickler*innen und Programmierer* innen.

WENIGER FEHLER, MEHR EFFIZIENZ: Schneller, einfacher und fehlerfreier neue Software entwickeln – das ist der Grundgedanke von covexo. Damit wird Programmierer*innen das Leben ein ganzes Stück erleichtert.

Eine neue Synchronisationstechnologie schiebt Software-Code von lokalen Computern direkt in die Cloud. Von dort wird alles bereits in der Entwicklungsphase ganz einfach über das Internet getestet. Das erübrigt lange und ressourcenzehrende Fehler- und Korrekturschleifen. Eine Revolution!

DIE IDEE? PREISGEKRÖNT. Im Herbst 2017 gewann covexo den MEXI 2018, den Mannheimer Existenzgründungs- Preis, in der Kategorie „Digitale Wirtschaft“. Auch der Preis „Digitale Innovationen“ des Bundeswirtschaftsministerium, eine Auszeichnung des höchstdotierten Gründerpreis Deutschlands und ein Ausflug ins Silicon Valley zur Finalrunde des Y Combinators zählen zu den Errungenschaften des IT-Startups. Mittlerweile hat die covexo GmbH im Mannheimer Existenzgründungszentrum MAFINEX ihren Sitz gefunden. Um von dort aus die moderne Software-Entwicklung noch mehr zu vereinfachen. Und natürlich weiter die digitale Welt zu revolutionieren.

devspace.cloud

COVEXO

REVOLUTIONÄRE DEVSPACE CLOUD

Schneller, einfacher und fehlerfrei neue Software entwickeln – das ist der Grundgedanke von covexo: Eine neue Synchronisationstechnologie schiebt Software-Code von lokalen Computern direkt in die Cloud. Von dort wird alles bereits in der Entwicklungsphase ganz einfach über das Internet getestet.

devspace.cloud

© Ben van Skyhawk

Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA)

IN MANNHEIM WERDEN RÄTSEL DER VERGANGENHEIT GELÖST.

Wie bestimmt man eigentlich das Alter einer Mumie? Und was verrät eine tausend Jahre alte Scherbe über das Leben vergangener Kulturen? Mit modernstem Hightech sucht das CEZA in Mannheim nach Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

HAUSGEMACHT HOCHKARÄTIG: Haben Sie schon einmal vom 210Pb-Test gehört? Für die erfahrenen Wissenschaftler am CEZA inmitten der Mannheimer Quadrate ist er Teil des Arbeitsalltags. Nicht nur, weil der Test neben einigen anderen bedeutenden Verfahren eigens am Haus entwickelt wurde. Sondern auch, weil er eine moderne Herstellung nachweisen kann. Als einzigartige Analysemethode sorgte der Test für Furore – auch über die deutsche Forschungslandschaft hinaus.

FORSCHUNG ERLEBEN: Spannende Erkenntnisse aus der Forschung erfahren Sie aktuell in der Ausstellung „Javagold“ in den Reiss-Engelhorn-Museen. Die goldenen Kostbarkeiten werden seit fast zehn Jahren am CEZA mit modernsten Methoden analysiert. Neben der Untersuchung von Herkunft und Herstellungstechnik der Objekte wird am CEZA auch eine Methode zur Datierung von Goldobjekten entwickelt.

www.ceza.de

Foto © CEZA, Fotograf Ralf Mager

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Edition Panorama GmbH

IN MANNHEIM VERÄNDERTEN 90° DEN BLICKWINKEL.

Einfach mal die Perspektive wechseln – dachte sich der Mannheimer Fotograf Horst Hamann 1991 auf der Kreuzung 41st Street, Avenue of the Americans, in New York, drehte seine Kamera von der Horizontalen in die Vertikale und drückte ab: Die vertikale Panorama-Fotografie war geboren. 

Aus Hamanns Bildern entwickelte der Mannheimer Verleger der Edition Panorama, Bernhard Wipfler, ein vertikales Buchformat. Drucktechnische Herausforderungen und anfängliche Schwierigkeiten im Buchhandel – die Regale waren schlicht zu klein – standen dem Durchbruch der vertikalen Fotografie als Kunstform nicht im Wege: Der Bildband „New York Vertical“ avancierte zu einem internationalen Bestseller. Das Werk zeigt völlig neue Aspekte der bereits vielfach fotografierten Metropole. 

Seitdem sind vertikale Motive aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Als Kunstdrucke, Kalender oder Karten schmücken sie die Wände von Wohnungen, Büros, öffentlichen Einrichtungen – und natürlich Galerien. Auch in Zeitungen, Magazinen, in der Werbung und im Internet sorgt die vertikale Panorama-Fotografie für Abwechslung.

Mit dem außergewöhnlichen Bildformat in einzigartigen Bildbänden und Kalendern wurde die Edition Panorama zum Vorreiter auf einem von ihr neu geschaffenen Markt und gilt heute weltweit als führend.

editionpanorama.com

Essity

IN MANNHEIM IST DIE ROLLE ECKIG.

Das Runde kommt ins Eckige: Denn was als Haushaltstuch in Rollenform in so gut wie jeder Küche vorhanden ist, erobert nun in neuer hygienischer Verpackung noch mehr Räume.

Sauber im Handumdrehen: Sieht nicht nur hübsch aus, sondern hat auch eine patentierte Öffnung und ein innovatives Innenleben mit gefalteten Tüchern, die einzeln entnehmbar sind. Und von einer Soft Pack-Folie vor Spritzern und Feuchtigkeit geschützt werden. Damit sind nicht nur kleine Malheurs schnell beseitigt. Auch außerhalb der Küche sind die Tücher vielseitig einsatzbereit – zum Beispiel in der Werkstatt, dem Tattoostudio oder beim Gärtnern.

Ganz klar aus Mannheim: Der Name von Deutschlands bekanntestem Küchenpapier, dem „Zewa“, lässt sich übrigens eindeutig in die Quadratestadt zurückverfolgen. Denn hier wird seit 1884 Papier hergestellt – und zwar in den damals als „Zellstofffabrik Waldhof“ bekannten Produktionsstätten, die nun zu Essity gehören, einem der größten Anbieter von Hygienepapieren weltweit.

Auch heute werden in Mannheim pro Jahr fast 300.000 Tonnen Hygienepapier hergestellt und zu Zewa, Tork, DANKE und Handelsmarken verarbeitet. 

www.essity.de

Foto © Lys Y. Seng

Innovationen
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FRIATEC GmbH

IN MANNHEIM GIBT ES GRÜNES LICHT FÜR SAUBERE ENERGIE.

Sie gilt als Technologie der Zukunft und zählt zu den saubersten Wegen, um Energie zu gewinnen – die Brennstoffzelle. Die Größte Europas steht seit Kurzem in Mannheim. Häufig als moderner Antrieb für die Autoindustrie diskutiert, nutzt die FRIATEC GmbH das Prinzip der kalten Verbrennung, um ihren eigenen Strom zu produzieren: Sie ist der erste europäische Betreiber eines Brennstoffzellenkraftwerks mit 1,4-Megawatt – eine Leistung, die für die Versorgung von rund 400 Haushalten reichen würde. Die Mannheimer zählen damit zu den Vorreitern beim Einsatz dieser umweltfreundlichen Technologie.

Mit dem neuen Kraftwerk deckt das Unternehmen knapp die Hälfte seines Energiebedarfs – umweltfreundlich und nahezu ohne Schadstoffe. Denn im Gegensatz zur herkömmlichen Energiegewinnung erzeugt eine Brennstoffzelle Strom direkt aus Erd- oder Biogas – ohne es zu verbrennen. FRIATEC spart so rund 3.000 Tonnen CO2 pro Jahr und senkt seine Energiekosten. 

Wie eine Batterie besteht eine Brennstoffzelle aus vielen einzelnen Zellen, die zusammen einen Brennstoffzellenstapel bilden. Jede einzelne Zelle enthält eine Anode, eine Kathode und einen Elektrolyten. Wenn ein wasserstoffreicher Brennstoff wie Erdgas oder Biogas in den Brennstoffzellenstapel eintritt, reagiert er mit Sauerstoff. Durch die chemische Reaktion entstehen Strom, Wärme und Wasser.

www.friatec.de

FUCHS PETROLUB SE

IN MANNHEIM ENTSTANDEN: INNOVATIVE SCHMIERSTOFFLÖSUNGEN.

Der Mannheimer Rudolf Fuchs gründet im Mai 1931, im Herzen der Industriestadt Mannheim, die Firma „Rudolf Fuchs”. Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeit wagt er diesen Schritt und spezialisiert sein junges Unternehmen zunächst auf den Import und Vertrieb hochwertiger Raffinerieprodukte aus Pennsylvania (USA).

Wegen des kriegsbedingten Importstopps und dem Verlust seiner wichtigsten Kunden, macht Rudolf Fuchs aus der Not eine Tugend. Er beginnt für die Industrie neue Schmierstoffe zu entwickeln, die er mit Hilfe von Additiven vor Ort an den Bedarf der jeweiligen Maschinen anpasst. In dieser Zeit entstehen Emulsionsschmierstoffe, Vaselinprodukte, Rostschutzöle und das Riemenöl „Renolit”.

Heute ist FUCHS PETROLUB SE ein globaler Konzern und der weltweit größte unabhängige Anbieter von Schmierstoffen. Die Produktpalette ist immens. Sie reicht von Motorenölen für Fahrzeuge und Schmierstoffen für die Industrie bis hin zu Spezialschmierstoffen für Land- und Bauwirtschaft, Seilbahnen sowie Hydraulikölen für den Bergbau. Dennoch ist FUCHS PETROLUB eine familiengeprägte Aktiengesellschaft geblieben.

www.fuchs.com

Weitere Informationen auch unter www.meile-der-innovationen.de

Innovationen
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ioxp

IN MANNHEIM BEREITEN HANDBÜCHER KEINE KOPFSCHMERZEN.

Eine komplizierte Maschine montieren ohne zuvor eine Anleitung zu wälzen? Die ioxp GmbH aus Mannheim macht genau das möglich. Sie hat mit Cognitive AR ein sogenanntes Aumented Reality Assistenzsystem für die Industrie entwickelt, das den Benutzer bei der Montage, Wartung und im Service unterstützt. Das System erlernt neue Abläufe blitzschnell mittels künstlicher Intelligenz und dokumentiert selbst umfangreiche Prozesse. 

Und so funktioniert es: Über eine Datenbrille wird dem Benutzer eine virtuelle Schritt-für-Schritt Anleitung direkt in das Sichtfeld eingeblendet. Anhand von Markierungen wie Punkten und Pfeilen, die auf dem zu montierenden Gerät erscheinen, weiß der Benutzer, an welcher Position ein Teil eingebaut werden muss. Sogar vor Fehlern und Gefahren warnt das System: Bewegt der Benutzer die Hand an eine falsche Position, wird sie virtuell rot eingefärbt. 

Um dem System einen Arbeitsvorgang beizubringen, muss die Montage nur einmal vorgemacht und auf Video aufgezeichnet werden: Schon hat Cognitive AR den neuen Ablauf erlernt. So können Mitarbeiter selbstständig multimediale Dokumentationen erstellen – ohne IT- oder Designkenntnisse. Ein Kollege kann sich anschließend per Datenbrille oder Smartphone schulen lassen und direkt loslegen. 

Was derzeit vor allem in der Industrie im Einsatz ist, könnte bald auch in den eigenen vier Wänden funktionieren: Sie möchten einen Schrank aufbauen, wissen aber nicht genau, wo welches Teil hingehört? In Zukunft werden keine Handbücher mehr benötigt. Die Anleitungen sind direkt in den Geräten enthalten.

www.ioxp.de

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

IN MANNHEIM LERNEN TRAKTOREN DENKEN.

Mannheim ist der Geburtsort des Traktors. Alles begann 1921 als der Ingenieur Dr. Fritz Huber mit dem Lanz Bulldog HL12 den ersten „Rohöltraktor“ der Welt entwickelte und damit den Grundstein für die moderne Landwirtschaft legte. Ob beim Acker-, Gemüse- oder Obstanbau – etwa 100 Jahre später sind die Mannheimer Traktoren der John Deere GmbH & Co. KG wahre Hightech-Genies, die Landwirten rund um den Globus mittels GPS, Sensoren, Elektronik und Computern dabei helfen, die tägliche Arbeit in ihrem Betrieb zu optimieren.

So gilt John Deere auch in der sogenannten Präzisionslandwirtschaft als Vorreiter. 2001 führte das Unternehmen als Erstes in Europa GPS für Traktoren ein und schuf damit die Basis für Parallel- Fahrsysteme wie „AutoTrac“. Das System lässt Maschinen ihre Bahnen „Spur an Spur“ bis auf zwei Zentimeter genau ziehen. Eine doppelte Bearbeitung des gleichen Feldabschnitts wird so vermieden – Saatgut, Pflanzenschutzmittel sowie Dünger gleichmäßig ohne Überlappung und Fehlstellen ausgebracht. Der Fahrer überwacht das System und hat Zeit, seinen Betrieb über das Smartphone zu managen.

Gleichzeitig werden die Traktoren, Maschinen und das Smartphone bzw. der Hof-PC des Landwirts immer stärker vernetzt, um Einsatzdaten zu erfassen und auszutauschen: Die Erntemaschine steuert bei Befüllung den nebenherfahrenden Traktor mit Anhänger. Vollautomatisch wird der Anhänger dadurch gleichmäßig und optimal befüllt. Traktoren speichern beispielsweise, wo sie wie viel von welchem Dünger ausgebracht haben. Und der Landwirt weiß dank GPS, wo seine Maschinen unterwegs sind. Über eine Onlineplattform kann er diese und viele weitere Daten nutzen, um die Umwelt zu schonen, seine Erträge zu steigern und die nächste Saison zu planen. 

www.deere.de

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Karl Friedrich Drais

IN MANNHEIM FÄHRT MAN FAHRRAD.

Der gelernte badische Forstmeister Karl Friedrich Freiherr von Drais war einer der genialsten und eigenwilligsten Erfinder seiner Zeit. Die Liste seiner Erfindungen ist lang.

Drais stellt nicht nur eine Formel zur Lösung komplizierter mathematischer Gleichungen auf (1810), sondern konstruiert 1812 eine Maschine, die während des Klavierspielens auf einer sich drehenden Walze die Noten aufschreibt. Im Jahre 1813 entwickelt er eine Rechenart im dualen Zahlensystem und 1814 einen “Wagen ohne Pferde”. Seine “Schnellschreibmaschine” von 1825 nimmt mit ihrer Codierung das spätere Morsealphabet vorweg. Sogar ein neuartiger “Holzsparherd” (1833) und eine “Kochmaschine” (1834) gehören zu den Erfindungen des einfallsreichen Freiherrn.

Die bedeutendste Erfindung jedoch ist ein zweirädriges, hölzernes Fahrzeug, das von der Muskelkraft seines Fahrers angetrieben wird: die Laufmaschine. Mit ihr fährt Drais am 12. Juni 1817 in nur einer knappen Stunde vom Mannheimer Schloss bis zur Schwetzinger Pferdewechselstation in der heutigen Relaistraße und zurück. Die Pferdepost braucht für die gleiche Strecke vier Stunden!

Später wird die Laufmaschine in ganz Europa erfolgreich nachgebaut. Mit seinem Geistesblitz hat Karl Drais der Menschheit eine der nützlichsten Erfindungen der Geschichte geschenkt.

 

Dieser Text wurde mit freundlicher Unterstützung von der Meile der Innovationen zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen auch unter www.meile-der-innovationen.de

Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim

IN MANNHEIM MACHT DER GUTE TON SCHULE.

Sie gilt als Wegbereiter des modernen Orchesterklangs und der klassischen Konzertsinfonie – die „Mannheimer Schule“. Der Begriff bezeichnet einen Musikerkreis, der sich am Mannheimer Hof während der Regierungszeit des Kurfürsten Carl Theodor bildete. Es war das Jahr 1743 als der pfälzische Kurfürst Carl Theodor den Geigenvirtuosen Johann Stamitz zum Konzertmeister ernannte und so den Grundstein für eine der einflussreichsten Orchester- und Kompositionsschulen in Europa legte.

Gemeinsam mit dem Kapellmeister Ignaz Holzbauer machte Stamitz das Hoforchester zu einem der anerkannt besten und größten Ensembles europaweit: Sie besetzten nicht nur die Bläser solistisch, sondern komplettierten als eine der ersten die Holzbläser um die damals in der Orchestermusik kaum verwendeten Klarinetten und verbannten das Cembalo zugunsten eines „reinen“ Orchesterklangs aus den Sinfonien. Die Mannheimer schufen so jenen modernen Klang des klassischen Sinfonieorchesters, den Komponisten wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart oder Ludwig van Beethoven ihren Werken zugrunde legten.

Maßstäbe setzten die Mannheimer auch in der Orchestererziehung. Die Spielkultur, die Virtuosität des Einzelnen und die Perfektion in der Ausführung der Kompositionen wurden vom Publikum als Sensation gefeiert. Diese Verdienste kommen vor allem Stamitz’ Meisterschüler Christian Cannabich zu, der nach dem Urteil Mozarts der beste Orchesterleiter war, den er je gesehen hatte. Auf Cannabich geht wohl auch die Einführung des einheitlichen Bogenstrichs bei den Streichern zurück. Was damals noch das Publikum erstaunte, ist aus heutiger Sicht selbstverständlich für Orchester in aller Welt.

www.kko.de

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Kunsthalle Mannheim

IN MANNHEIM WIRD DIE KUNST SACHLICH.

Als Geburtsort des Begriffs „Neue Sachlichkeit“ gilt die Kunsthalle Mannheim, wo 1925 eine Ausstellung zeitgenössischer Malerei diesen Titel trug. Geprägt hat den Begriff Gustav Friedrich Hartlaub, zweiter Direktor der Kunsthalle Mannheim.

125 Gemälde von 32 Künstlern umfasste die wegweisende und viel beachtete Ausstellung – darunter Werke von Georg Schrimpf, Franz Radziwill, George Grosz und Otto Dix. Hartlaub war der Erste, der in der Malerei der Weimarer Republik bei einer Vielzahl von Künstlern einen gemeinsamen Zeitgeist und künstlerischen Ansatz erkannte. Ob Stillleben, Porträt oder Landschaft – trotz aller thematischer Vielfalt haben die Kunstwerke eines gemeinsam: Sie stehen für eine nüchterne, detailgenaue und möglichst wirklichkeitsnahe Darstellung der Realität. Gezeichnet durch die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs grenzten sich die Künstler von der Kunst des Expressionismus ab.

Von Mannheim aus hat sich die Bezeichnung „Neue Sachlichkeit“ für eine ganze Kunstepoche durchgesetzt. Sie beschreibt heute als fester Begriff eine in allen Bereichen der Kultur der Weimarer Republik auftretende Strömung – sei es in der Malerei, Literatur, Fotografie, Architektur oder im Film.

Auch hundert Jahre später überzeugt die Kunsthalle Mannheim mit innovativen Ideen: Seit Juni 2018 steht am Friedrichsplatz ein moderner Neubau. Umfangen von einem durchsichtigen Metallscreen bilden die sieben über Brücken, Terrassen und einem Dachgarten verbundenen Ausstellungshäuser eine „Stadt in der Stadt“. In seiner geradlinigen, sachlichen Struktur entspricht der Neubau dem klaren Stil der „Neuen Sachlichkeit“.

www.kuma.art

MVV Energie AG

FERNWÄRME IST AKTIVER KLIMASCHUTZ.

Seit Mitte der Mitte der 1960er Jahre verfügt Mannheim eines der größten und leistungsfähigsten Fernwärmenetze Europas. Fernwärme hat Zukunft – Sie wird Schritt für Schritt erneuerbarer und ist damit ein unverzichtbarer Baustein für Energiewende und Klimaschutz.

Als Vorreiter der Energiewende investiert das Mannheimer Energieunternehmen MVV konsequent in klimafreundliche und zukunftsorientierte Wärmelösungen. Im Mannheim wird allein durch die Fernwärme derzeit der Ausstoß von rund 300.000 Tonnen CO2 vermieden. Mit der gerade erfolgenden Anbindung der Friesenheimer Insel und weiteren Projekten für eine erneuerbare Wärmeerzeugung baut MVV diesen Klimavorteil weiter aus.

Die Zukunft der Wärmeversorgung in Mannheim ist grün 

Gerade in Ballungsräumen ist und bleibt Fernwärme damit Teil einer nachhaltigen Energieversorgung. Rund 120.000 Haushalte, Gewerbebetriebe und Unternehmen werden über das regionale Fernwärmenetz mit einer Länge von 567 Kilometern versorgt – nicht nur in der Quadratestadt, sondern bis nach Heidelberg, Schwetzingen und Speyer. MVV setzt dabei zudem auf innovative Technologien und Anwendungen –  vom bahnbrechenden Einsatz von Kunststoffmantelrohren in Verbindung mit einer neuartigen Verlegetechnik über die dezentrale Wärme-Übergabestation „Taurus“ für zuhause bis hin zum 2013 in Betrieb genommenen Fernwärmespeicher – einer gigantischen Thermoskanne, die Wärme speichert und die Versorgungssicherheit weiter erhöht.

www.mvv.de

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MWSP

IN MANNHEIM GEHT MOBILITÄT EIGENE WEGE

„Blue Village FRANKLIN“ heißt das innovative Mobilitätskonzept, das die ehemals größte US-amerikanische Wohnsiedlung Deutschlands für ihre neuen Bewohner*innen bereithält.

Willkommen in der Zukunft: Eine Stadtstruktur für alle Verkehrsteilnehmer*innen, ein barrierearmes und gut ausgebautes ÖPNV-Angebot sowie ergänzende emissionsarme Mobilitätsangebote bilden die drei Säulen für Blue Village FRANKLIN. Intelligent vernetzt entsteht so mehr Lebensqualität im neuen Stadtquartier. Denn jede*r Bewohner*in kommt unkompliziert ans Ziel – via Bus, Bahn, Carsharing, E-Roller oder Fahrrad. Und die Umwelt freut sich obendrein.

franklin-mannheim.de

Foto © Alexander Münch

Nationaltheater Mannheim

IN MANNHEIM BEGANNEN DIE RÄUBER ZU SCHILLERN.

Ziemlich skandalös war die Premiere von Friedrich Schillers „Die Räuber“. Und trotzdem ein voller Erfolg. Bis heute hallt der Geist des deutschen Dichterfürsten in Mannheim nach.

„Das Theater glich einem Irrenhause, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Thüre. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht!“

– Ein Augenzeuge nach der Uraufführung

Tradition und Gegenwart unter einem Dach: Auch wenn die heutigen Zuschauerreaktionen meist nicht mehr ganz so extrem ausfallen wie 1782: Mit seiner Uraufführung hat sich Friedrich Schiller fest in der DNA des Nationaltheater Mannheim verankert. Schillernd wird es übrigens nicht erst wieder im Sommer 2021, wenn bei den Schillertagen internationale Künstler*innen die Themen und Ideen des Dichters weiterspinnen. Einen Bogen in die Vergangenheit spannt das Theaterhaus bereits in der laufenden Spielzeit mit den Inszenierungen von „Maria Stuart“ und „Die Räuber“. Und beweist so einmal mehr, dass „zeitgenössisch“ und „traditionsbewusst“ bestens miteinander harmonieren.

www.nationaltheater-mannheim.de

Foto © Hans Jörg Michel

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Opal – Operational Analytics GmbH

IN MANNHEIM WIRD FRISCHE PLANBAR.

Sie kennen das: Sie stehen in der Bäckerei, um ihre Lieblingsbrötchen zu kaufen – doch die sind gerade aus. Das ist ärgerlich. Und zwar nicht nur für Sie, sondern auch für Ihren Bäcker, denn fehlende Artikel verursachen nicht nur weniger Umsatz, sondern auch ein schlechteres Image. Genauso wenig freut sich Ihr Bäcker übrigens, wenn nach Ladenschluss zu viele Brötchen übrigbleiben. Fast drei Millionen Tonnen Lebensmittel werden in Deutschland deshalb jährlich entsorgt.

Kurzfristige Einkaufsprognosen für mehr Frische: Das Mannheimer Startup OPAL – Operational Analytics hat eine Software entwickelt, die die Bestellmengen von frischen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Backwaren optimiert. Mithilfe unzähliger Echtzeit-Daten aus Kassen, Backstationen, Verpackungsmaschinen, aber auch Informationen über das Wetter, Feier- oder Urlaubstage analysiert und prognostiziert die Software die richtige Bestellmenge. Die Bedienung der Software ist kinderleicht. So kann Ihr Bäcker mit einer App in seinem Kassensystem jederzeit sehen, wann er wie viele Ihrer Lieblingsbrötchen nachbacken muss. So landen weniger Lebensmittel im Müll – und Sie müssen nie wieder ohne Ihre frischen Lieblingsbrötchen nach Hause gehen.

www.opal-analytics.com

Foto © Thommy S. Mardo

Pepperl+Fuchs AG

IN MANNHEIM ERFUNDEN. IN DER GANZEN WELT IM EINSATZ.

Ludwig Fuchs und Walter Pepperl eröffnen am 15. November 1945 in Mannheim eine Reparaturwerkstatt für Rundfunkgeräte – dies ist die Geburtsstunde des Familienunternehmens Pepperl+Fuchs. Das Geschäft in der Werkstatt entwickelt sich so gut, dass sie bereits nach kurzer Zeit ein Ladengeschäft in Mannheim-Sandhofen eröffnen. Schnell macht das Unternehmen weitere Fortschritte, fertigt selbst Transformatoren und ist beim Aufbau von Stromversorgungsnetzen in Ludwigshafen beteiligt.

Als die unweit von Sandhofen gelegene BASF, bis heute ein wichtiger Kunde von Pepperl+Fuchs, eine Alternative zu mechanischen Schaltkontakten in explosionsgefährdeten Bereichen anfragt, erfinden Walter Pepperl und sein Mitarbeiter, der Diplomingenieur Wilfried Gehl, einen eigensicheren „induktiven Näherungsschalter“, der 1958 das Licht der Welt erblickt.

Diese Lösung zur berührungslosen Erfassung metallischer Gegenstände wird zum Industriestandard und zählt zu den bewährtesten elektronischen Komponenten der Automatisierungstechnik. Gleichzeitig legt Sie den Grundstein für die Pepperl+Fuchs Geschäftsbereiche „Industrielle Sensoren“ und „Explosionsschutz“. Heute beschäftigt die einstige Reparaturwerkstatt für Rundfunkgeräte als einer der Weltmarktführer in diesen beiden Bereichen 6200 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von 670 Mio. EUR.

www.pepperl-fuchs.com

Weitere Informationen auch unter www.meile-der-innovationen.de

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Roche Diabetes Care

IN MANNHEIM WURDE ZUCKER FÜR ALLE MESSBAR.

Ein kleiner Stich, einen Tropfen Blut auf den Teststreifen geben und das Gerät zeigt den aktuellen Blutzuckerspiegel an. Was heute zum Alltag für viele Menschen mit Diabetes gehört, machte Roche Diabetes Care (damals Boehringer Mannheim) möglich: 1983 brachte das Unternehmen das erste Blutzuckermessgerät für zu Hause auf den Markt und revolutionierte damit die Diabetesbehandlung: Es erspart den Patienten den Weg in die Arztpraxis.

Heute sind die Blutzuckermessgeräte von Roche schneller und leistungsfähiger als je zuvor: Mit dem Blutzuckermesssystem Accu-Chek® Mobile entwickelte Roche 2009 ein System, das Blutzuckermessgerät, Stechhilfe und 50 Tests in einem vereint. Damit haben Menschen mit Diabetes alles sofort zur Hand, was sie zum Messen brauchen – zu Hause und unterwegs.

Und die aktuellen Geräte können noch viel mehr: Blutzuckerwerte werden von Blutzuckermessgeräten wie Accu-Chek® Guide automatisch an die mySugr App auf dem Smartphone gesendet. So müssen Patienten kein Blutzucker-Tagebuch mehr führen. Zudem können sie praktische Reports mit ihrem behandelnden Diabetologen teilen und so besser versorgt werden.

Seit 2017 hat Roche Diabetes Care darüber hinaus mit Eversense XL ein einzigartiges System zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) im Markt. Das Langzeit-CGM ermöglicht es Menschen mit Diabetes, ihren Glukosespiegel im Blick zu behalten. Das Herzstück des Systems ist ein Sensor, der bis zu sechs Monaten unter der Haut bleibt und die Glukosedaten über einen Transmitter an eine Smartphone-App übermittelt.

Interessierte können sich in der Community #meinbuntesleben online vernetzen und ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit Diabetes im Alltag teilen.

Mit ihren Innovationen verfolgen die Mannheimer weltweit eine Vision: bis 2025 Menschen mit Diabetes noch stärker zu helfen und echte Entlastung zu ermöglichen, sodass sie weniger über ihre Diabetesbehandlung nachdenken müssen.

www.roche-diabetes-care.de

Mannheimer Schiffahrtsverein / Gesellschaft zur Förderung des Binnenschiffahrtsrechts / Zentralkommission für die Rheinschifffahrt / Hafengesellschaft Mannheim

IN MANNHEIM WURDE DER EUROPÄISCHE FREIHANDEL AKTENKUNDIG.

Es war der 17. Oktober 1868 als im Mannheimer Schloss ein internationales Abkommen geschlossen wurde, das die Schifffahrt revolutionierte: die „Mannheimer Akte“. Sie ist Ursprung für die freie Schifffahrt auf dem Rhein und dient als Vorbild für den Verkehr auf allen Strömen Europas. Der Gedanke der Liberalisierung der Rheinschifffahrt in Zeiten der Kleinstaaterei gilt als gedankliches und politisches Vorbild der Europäischen Union.

Mit dem Abkommen wurden nationale Vorschriften über Bord geworfen, Zölle abgebaut und erstmals einheitliche Regeln festgelegt, die von da an für den Schiffsverkehr auf dem gesamten Flusslauf gültig waren. Die „Mannheimer Akte“ machte so den Weg frei für eine der wichtigsten Handelsrouten in Europa und förderte die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Anrainerstaaten. Knapp 300 Millionen Tonnen Ware werden heute jährlich über den Rhein verschifft: von Rohstoffen, über chemische Erzeugnisse bis hin zu riesigen Containern – von der Schweiz bis an die Nordsee.

Durch die Bestimmungen der „Mannheimer Akte“ wurde der „Zentralkommission für die Rheinschifffahrt“ mit Sitz in Straßburg gesetzgebende und rechtsprechende Gewalt übertragen. Sie gilt als die älteste bis heute aktive internationale Organisation der Welt.

Der „Mannheimer Schiffahrtsverein von 1894 e.V.“ und die „Gesellschaft zur Förderung des Binnenschiffahrtsrechts an der Universität Mannheim e.V.“ pflegen den Gedanken der „Mannheimer Akte“. Zur Erinnerung an das historische Ereignis, das 2018 sein 150-jähriges Jubiläum feierte, verleihen sie alle zwei Jahre mit der Stadt Mannheim die Rheinschifffahrtsplakette im Rahmen des Schifffahrtbanketts im Barockschloss.

www.mannheimer-schiffahrtsverein.de

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Innovationen

Siemens AG

IN MANNHEIM WIRD DIE KLINIKLOGISTIK AUTONOM VERNETZT.

In Kliniken mit Hunderten oder Tausenden Patienten ist die pünktliche, zuverlässige Versorgung mit Medikamenten, Mahlzeiten, Wäsche und sterilen Instrumenten essenziell. Entsprechend groß ist die logistische Herausforderung, die Tag und Nacht zu bewältigen ist. Einen wichtigen Beitrag zur reibungslosen Ver- und Entsorgung in Kliniken können daher fahrerlose Transportsysteme (FTS) leisten, die automatisch und selbstständig die benötigten Waren bringen und Müll abtransportieren können. Dadurch entlasten sie die Kliniklogistik und können für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit sorgen.

Flexible Systeme für vielseitige Anwendungen: Die innovative FTS-Lösung für Kliniken entstand in Zusammenarbeit mit einem Maschinenbau-Unternehmen, das für die Konstruktion des Fahrzeuges verantwortlich ist. Dieser hat die Umsetzung mit Hard- und Software von Siemens realisiert. Die freie Navigation am Boden und an der Decke ermöglicht höchste Flexibilität und reduziert dank der Leitebene mit intelligenter Wegsteuerung die Komplexität. Das modulare System kann zudem an jede denkbare Anwendung und an bereits bestehende Warentransportlösungen angepasst werden.

new.siemens.com

Stadt Mannheim

IN MANNHEIM MACHT DAS MITEINANDER DEN ERFOLG.

Ein Blick in die Mannheimer Geschichte zeigt: In der Vielfalt seiner Bewohner liegt das größte Kapital. Menschen aus 170 Nationen leben hier, 43 Prozent der Mannheimer haben einen Migrationshintergrund – eine bunte Mischung aus Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und Weltanschauungen prägt die Mannheimer Stadtgesellschaft. Die Bereitschaft zur Verständigung bildet die Grundlage für ein respektvolles Miteinander.

Damit das so bleibt, gibt es die „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“ – eine in ihrer Dimension bundesweit einmalige Selbstverpflichtung für die Anerkennung der Gleichberechtigung unterschiedlicher Identitäten und gegen deren Diskriminierung. In der „Mannheimer Erklärung“ ist Vielfalt mehr als nur ein Aspekt. Sie bezieht sich nicht nur auf Religion, Kultur oder Ethnie, sondern besagt genauso, dass niemand wegen seiner sozialen Herkunft, seiner Hautfarbe, seines Geschlechts, seiner psychischen oder körperlichen Fähigkeiten oder seiner sexuellen Identität diskriminiert werden darf.

Bislang haben über 300 Mannheimer Initiativen, Einrichtungen, Religionsgemeinschaften, Vereine und Unternehmen die Erklärung unterschrieben und machen sich stark für eine vielfältige Gesellschaft. Sie ist nicht nur ein Bekenntnis, sondern eine Selbstverpflichtung zum Handeln. Ein zielgerichtetes Handeln vieler, das seinen Ausdruck findet im „Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt“, eine stadtweite Allianz, die Gruppen und Einrichtungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten miteinander vereint und zur Kooperation anregt.

Die „Mannheimer Erklärung“ wurde auf Initiative der Stadt Mannheim auf den Weg gebracht und vom Gemeinderat beschlossen.

www.mannheim.de

Innovationen
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TÜV SÜD Service-Center Mannheim

IN MANNHEIM SORGTE EIN URKNALL FÜR TECHNISCHE SICHERHEIT.

Erst Sicherheit lässt aus Innovationen Fortschritt werden: Als Reaktion auf eine Dampfkesselexplosion in der Mannheimer Brauerei zum „Großen Mayerhof“, die sich damals in E4 befand, gründeten am 6. Januar 1866 in Mannheim 22 Unternehmer die „Gesellschaft zur Überwachung und Versicherung von Dampfkesseln“. Sie gilt als erster technischer Überwachungsverein in Deutschland und markiert zugleich den Beginn der Geschichte von TÜV SÜD. Das Ziel war Menschen, Umwelt und Sachgüter vor technischen Risiken zu schützen – ein Gedanke, der auch heute noch das Handeln des Unternehmens bestimmt.

Ausgehend von Mannheim machen technische Überwachungsvereine bald in ganz Deutschland Schule: Die Zahl der Kesselexplosionen geht infolgedessen stark zurück, und die anfangs so gefährlichen Dampfmaschinen werden ein sicherer Baustein des industriellen Fortschritts.

Vielen vor allem bekannt aus der Hauptuntersuchung des eigenen Autos, prägt TÜV SÜD auch nach mehr als 150 Jahren die Idee der technischen Sicherheit. Das Unternehmen begleitet die technische Entwicklung und gestaltet den Fortschritt mit. So widmet sich der technische Dienstleister heute verstärkt digitalen Themen wie Industrie 4.0, neue Mobilität und Cyber Security. Damit bleibt TÜV SÜD seinem historischen Auftrag treu: Das Unternehmen minimiert Risiken, fördert die Akzeptanz von Technik und schafft somit Vertrauen in die Zukunft.

In Mannheim geboren – heute weltweit aktiv: Mit mehr als 24.000 Mitarbeitern ist TÜV SÜD an über 1.000 Standorten auf der ganzen Welt vertreten. 

www.tuev-sued.de

Universitätsmedizin Mannheim

IN MANNHEIM REVOLUTIONIERT EIN THERAPIEMIX DIE MEDIZIN.

Mit Kypho-IORT hat die Universitätsmedizin Mannheim (UMM) eine bahnbrechende Methode zur Operation von Patienten mit Wirbelsäulen-Metastasen entwickelt: Sie lindert Schmerzen sofort, ermöglicht eine gezielte Therapie und spart kostbare Zeit im Kampf gegen den Krebs. Erstmals 2009 am Klinikum durchgeführt, wurde das Verfahren stetig verbessert und bereits weit über 100 Mal angewandt. Auch außerhalb der UMM hat sich Kypho-IORT bewährt und wird inzwischen in Kliniken rund um den Globus eingesetzt.

Kypho-IORT verbindet zwei bisher getrennte Therapieschritte in einer einzigen minimalinvasiven Operation: Die Kyphoplastie, bei der die von Metastasen befallenen Wirbelkörper mit Knochenzement stabilisiert werden, und die intraoperative Radiotherapie (IORT), bei der die Geschwulste während des Eingriffs bestrahlt werden.

Im OP werden diagnostische Verfahren wie Computertomografie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) mit den Therapieformen der herkömmlichen Chirurgie verknüpft. Während des Eingriffs setzen die Mediziner zielgenau eine optimale Strahlendosis ein, die für jeden Patienten individuell berechnet wird. Die Metastasen werden abgetötet und das angrenzende Rückenmark wird geschont.

Entwickelt wurde die Innovation an der UMM in enger Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und dem Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum der UMM.

www.umm.de

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