26.- 29.10.2021
Digitale Welten für den Mittelstand: Augmented und Virtual Reality in der Praxis
Viele kennen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), oder sind schon damit in Berührung gekommen. Aber wer weiß den Unterschied zwischen den beiden Technologien? Virtual Reality steht für eine vollständig von Computern simulierte Welt, die mithilfe von VR-Brillen für den Nutzer erfahrbar gemacht wird. Bei der Augmented Reality hingegen wird die Realität um virtuelle Objekte erweitert, animierte Zusatzinformationen also zusätzlich ins Blickfeld eingeblendet. Unter der Leitung von Martin Preil (IHK Rhein-Neckar) wurden im Rahmen der „Themenwoche Digitale Welten für den Mittelstand“ die neuen Technologien
erläutert.
In Industrie und Forschung sind VR und AR bereits etabliert, aber auch in anderen Kontexten generieren sie einen Mehrwert. Ana Monte und Daniel Deboy (DELTA Soundworks) veranschaulichten, welchen Mehrwert VR für die Schulung von Ärzt*innen haben kann. Beim Projekt „Stanford Virtual Heart“ wird deutlich, wie wichtig die Rolle des Tons bei einer VR-Animation sein kann, denn hier werden die Geräusche, die beispielsweise ein Herzfehler, klar identifizierbar. Auch Dr. Lars Riedemann vom Universitätsklinikum Heidelberg betonte, dass sich im Bereich der Ausbildung durch VR viele neue Schulungsmöglichkeiten eröffnen. Assistenzärzt*innen können mit Hilfe der Technologie OPs virtuell üben. Bislang hatte nur ein geringer Prozentsatz der Ärzt*innen Kontakt mit Virtual Reality, und so sind VR und AR in der Medizin noch Nischenerscheinungen.
Auch im Alltag kann die Nutzung dieser Technologien viele Vorteile bringen. Beispielsweise für blinde Menschen, die sich in einem öffentlichen Gebäude mittels AR leicht zurechtfinden. Alexander Knapstein von der INSPIRATIONlabs GmbH erklärte, wie in Gebäuden bestimmte „Spacial Anchors“ platziert werden können, um blinde Personen, mit Handy und Headset ausgestattet, über Audiohinweise durch das Gebäude zu navigieren.
Für Unternehmen, die Prozesse mittels VR und AR optimieren möchten, gibt es verschiedene Förderprogramme. Zum einen besteht die Möglichkeit, sich um die „Digitalisierungsprämie Plus“ des Landes Baden-Württemberg zu bemühen, zum anderen bietet der Bund das Programm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ an. Kompetente Unterstützung bei einem Digitalisierungsprojekt können sich interessierte Firmen bei Martin Preil von der IHK Rhein-Neckar einholen.



