innomake! Das Innovationsfestival https://innovationsfestival-mannheim.de Thu, 18 Nov 2021 15:16:59 +0000 de-DE hourly 1 The Future of Work and Living, Nachbericht https://innovationsfestival-mannheim.de/work-and-living-nachbericht/ Wed, 17 Nov 2021 15:01:50 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4327 Wie sieht die Zukunft urbanen Lebens und Arbeitens aus? Wie können städtische Strukturen und digitale Lösungen zu einer besseren Work-Life-Balance beitragen? Mit diesen Fragestellungen beschäftigte sich eine Gruppe von SAP-Angestellten und 20 Studierenden intensiv an drei Tagen.

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28. – 30.10.2021

The Future of Work and Living

Wie sieht die Zukunft urbanen Lebens und Arbeitens aus? Wie können städtische Strukturen so genutzt werden, dass die Work-Life-Balance stimmt? Wie lässt sich Lebensqualität im Arbeitsumfeld steigern und damit auch die Qualität der Arbeit? Welche digitalen Lösungen können entwickelt werden, um diese Fragen anzugehen? Mit diesen Fragestellungen beschäftigten sich knapp 100 SAP-Mitarbeiter*innen und 20 Studierende (KIT und Uni Mannheim) an drei intensiven Tagen bei einem Hackathon im Alten Stromwerk – eine Kooperation von SAP und Styx Urban Investments mit Unterstützung von Microsoft und lokalen Unternehmen.

Arbeit. Spaß. Leben. Unter diesem Motto wird beim Walldorfer Software-Unternehmen SAP schon lange auf die Work-Life-Balance der Mitarbeitenden geachtet. Dazu zählt auch, dass SAP während der Corona-Pandemie eines der ersten Unternehmen in der Region war, das Homeoffice schnell und unkompliziert ermöglicht hat. Mittlerweile hat man viele positive Erfahrungen mit dem neuen Miteinander von „Work and Living“ sammeln können unterstützt kontinuierlich bei der Umsetzung des Homeoffice-Modells.  

Wie können digitale Lösungen in Zukunft zu noch mehr Erleichterungen im Arbeitsleben beitragen? Im Alten Stromwerk in Mannheim wurden Konzepte mit Hilfe von Design Thinking entwickelt. Das Ziel waren digitale Innovationen und Lösungen. 

„Die Zukunft der Arbeit wird im Kontext der Pandemie neu geschrieben. In der Corona-Krise ist deutlich geworden, dass sich die neue Arbeitswelt nicht mehr ausschließlich im Büro oder im Homeoffice abspielt, sondern zunehmend hybrid ist“, sagt Florian Roth, Chief Information Officer bei SAP. „Im Rahmen des gemeinsamen Hackathons von SAP, Microsoft, Styx und Urban Investments in Partnerschaft mit der Mannheimer Startup-Szene, konnten wir hautnah erleben, wie disruptive Technologien und Lösungen zu einer flexibleren und nachhaltigeren Arbeitswelt beitragen können. Die Teams präsentierten Entwürfe, die soziale Netzwerke und neue Arbeitskonzepte fördern und dabei auf spielerische Weise das Büro wieder für den sozialen Austausch in den Mittelpunkt rücken lassen.“

Die Ergebnisse des dreitägigen Hackathons beurteilt Florian Roth durchweg positiv: „In meiner Rolle als Chief Information Officer der SAP freue ich mich ganz besonders darauf, dass wir einige der Ideen und Konzepte aufgreifen und fortfahren werden. Unsere Arbeitswelt entwickelt sich ständig weiter und verlangt von uns allen, innovative Lösungen zu finden, die die Arbeitsplätze und Arbeitskräfte der Zukunft unterstützen. Veranstaltungen wie diese dienen dabei als wichtige Inspirationsquelle und leisten hierzu einen bedeutenden Beitrag.“

Auch Florian Fischer, Founding-Partner von Styx Urban Investments GmbH & Co. KG, zog ein positives Resümee des Events: „Wir glauben, dass eine neue Arbeitswelt nur dann gelingen kann, wenn große Unternehmen wie SAP oder Microsoft diese zusammen mit lokalen Unternehmen und Startups gestalten und alle Parteien voneinander lernen. Über drei Tage konnten wir im Alten Stromwerk in der Neckarstadt West einen ersten Einblick bekommen, wie ein flexibles Arbeitsumfeld mit Hilfe von Technologie entstehen kann. Arbeit nicht nur im Home-Office oder im Büro stattfinden zu lassen, sondern lokale Alternativen wie Coffee Shops oder Co-Working Spaces zugänglicher zu machen, bietet weitreichende Chancen: Weniger Fahrtzeit, mehr Unterstützung für lokale Unternehmen, mehr Freizeit und eine bessere Work Life Balance. Die Metropolregion Rhein Neckar bietet hervorragende Voraussetzungen um Vorreiter für eine solche flexible Arbeitswelt zu werden. Wir freuen uns gemeinsam mit SAP einen starken regionalen gefunden zu haben, um an dieser Vision zu arbeiten.“

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Presseschau 2021 https://innovationsfestival-mannheim.de/presseschau-2021/ Wed, 10 Nov 2021 10:04:06 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4253 Das dritte Innovationsfestival liegt hinter uns und wir sind beeindruckt, wie viele zukunftsweisende Ergebnisse entwickelt worden sind. Dass Mannheim einen guten Nährboden für Experimentierfreude und nachhaltige Innovationen bietet, fanden auch die Medien, die regelmäßig über „innomake!“ berichteten.

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So berichtete die Presse über innomake! 2021

Dass Mannheim einen guten Nährboden für Experimentierfreude und nachhaltige Innovationen bietet, fanden auch die Medien, die regelmäßig über „innomake!“ berichteten. So brachte zum Beispiel der Mannheimer Morgen zeitgleich eine Beilage zur „Erfinderstadt Mannheim“ heraus, in der über unsere geballte Fachkenntnis und Expertise in der Stadt und unseren innovativen Spirit berichtet wurde. Wie diese positiv genutzt werden können, hat „innomake!“ wieder einmal gezeigt.

Auch das Rhein-Neckar-Fernsehen war beim Symposium live dabei.

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13. Netzwerkforum https://innovationsfestival-mannheim.de/netzwerkforum-nachbericht/ Mon, 08 Nov 2021 10:13:02 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4246 Unter der Leitung von Martin Preil (IHK Rhein-Neckar) wurden im Rahmen der „Themenwoche Digitale Welten für den Mittelstand“ die neuen Technologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) erläutert.

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26.10.2021

13. Netzwerkforum: Effizienz durch Automatisierung – smart, innovativ, regional

Automatisierung ist die Zukunft für viele Branchen – und sie hat längst begonnen. Auf dem 13. Netzwerkforum des Netzwerks Smart Production mit dem Motto „Effizienz durch Automatisierung – smart, innovativ, regional“ gaben Expert*innen aus Mannheim und Umgebung einen Einblick in die neuesten Entwicklungen.

Als hybride Veranstaltung war das Funktionsteam bei Himalaya Rocks in der Havellandstraße vor Ort; die Teilnehmer*innen schalteten sich über Webex zu. Patrick Schütz und die Vorstandsvorsitzende Christiane Ram begrüßten zunächst die Gäste im Namen des Netzwerks Smart Production.

Felix Köhler, Senior Manager bei Himalaya Rocks, stellte dann kurz den Gastgeber vor. Als Tochterunternehmen und Innovation Lab der HIMA Paul Hildebrandt GmbH bedürfte es bei Himalaya Rocks vor allem ein besonderes Mindset, um neue, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln, betonte er.

Aus Berlin zugeschaltet war Dr. Alexander Horch, Vice President Research & Development der HIMA Group. Er gab zunächst einen Rückblick „mit der Safety-Brille“ auf die vergangenen zehn Jahre Industrie 4.0. Dann kam er zum Kernthema seines Vortrags: Safety, also die Sicherheit einer Anlage, und Security, die IT-Sicherheit. Sie seien „wunderbare Spielverderber“, denn sie seien für Unternehmen teuer und aufwendig. Aber natürlich dürfe eine Anlage nicht ohne Sicherheit betrieben werden. Er betonte die Wichtigkeit des Zusammenspiels von Safety und Security: „Ohne Security gibt es heute keine Safety!“ Dabei zeigte er Lösungen, wie Anlagen sowohl sicher als auch effizient betrieben werden können, zum Beispiel über Augmented-Reality-Anwendungen. Abschließend forderte Dr. Alexander Horch mehr Mut für die Digitalisierung: „Einfach machen!“, war sein abschließender Ratschlag an die Teilnehmer*innen.

Marcus Nagel, Co-CEO der JobRouter AG, verdeutlichte in „Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen“, was Digitalisierung konkret bedeutet. Digitalisierung sei mehr als Kosteneffizienz; viel wichtiger seien die qualitativen Aspekte, die durch sie umsetzbar seien. Ähnlich wie sein Vorredner betonte auch er, dass man in Sachen Digitalisierung einfach einmal starten solle. So könne quasi jedes Unternehmen „erstmal kleine Brötchen backen“ und beispielsweise mit unterstützenden Prozessen beginnen, bevor man eine Vollautomatisierung anstrebe. Zum Thema Technologietrends hatte er eine klare Meinung: Diese durchlaufen zunächst immer Phasen von überzogenen Erwartungen und anschließenden Enttäuschungen, bevor sie ihren Nutzen entfalten („Gartner Hype Cycle“). Daher sei bei allen technologischen Trends auch stets Augenmaß gefragt.

Jessica Bechtel, Senior Sales Manager bei HD Vision Systems, stellte bei „Bilderkennung in der Robotik – Automation durch Bin Picking“ das innovative Unternehmen vor, das 2017 in Heidelberg gegründet wurde. Sie fasste zunächst die Vorzüge von Automatisierung zusammen. Dann widmete sie sich der Frage, was visionsgestützte Technologien im Bereich Robotik leisten können. Am Beispiel Bin Picking, also dem Greifen und anschließenden Platzieren von Gegenständen, zeigte sie die Vorteile auf. HD Vision Systems setzt bei seinen Lösungen auf innovative Lichtfeld-Technologien, die einen deutlichen Qualitätsvorteil gegenüber anderen Verfahren bietet.

In seinem Beitrag „Malwareerkennung von Computervision“ thematisierte Christian Boll, CTO der inlyse GmbH, ein Problem, das jeder User kennt: Computerviren. Zur Einleitung erklärte er, dass Malware heute im Unterschied zu früher nur eine sehr kurze Lebensdauer habe. Deswegen bedürfe es auch beim Schutz neue Wege. Die inlyse GmbH aus Karlsruhe hat deswegen eine neue Technologie entwickelt, die Dateien in grafische Darstellungen umwandelt und visuell überprüfen kann, ob in einer Datei Malware enthalten ist oder nicht. Der inlyse-Schutz schließe die Lücke, in der herkömmliche Antivirenlösungen Schwächen zeigen, so Boll. Dabei sei die Lösung der Karlsruher jedoch kein Ersatz, sondern eine Ergänzung herkömmlicher Antivirenlösungen.

Die Vorträge waren komplex, aber immer hochinteressant – und kamen auch bei den Teilnehmer*innen gut an. Vor allem bewiesen sie eines: Die Metropolregion Rhein-Neckar spielt in Sachen Automatisierung und Digitalisierung ganz weit vorne mit.

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Digitale Welten für den Mittelstand, Nachbericht https://innovationsfestival-mannheim.de/digitale-welten-nachbericht/ Mon, 08 Nov 2021 10:07:03 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4239 Unter der Leitung von Martin Preil (IHK Rhein-Neckar) wurden im Rahmen der „Themenwoche Digitale Welten für den Mittelstand“ die neuen Technologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) erläutert.

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26.- 29.10.2021

Digitale Welten für den Mittelstand: Augmented und Virtual Reality in der Praxis

Viele kennen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR), oder sind schon damit in Berührung gekommen. Aber wer weiß den Unterschied zwischen den beiden Technologien? Virtual Reality steht für eine vollständig von Computern simulierte Welt, die mithilfe von VR-Brillen für den Nutzer erfahrbar gemacht wird. Bei der Augmented Reality hingegen wird die Realität um virtuelle Objekte erweitert, animierte Zusatzinformationen also zusätzlich ins Blickfeld eingeblendet. Unter der Leitung von Martin Preil (IHK Rhein-Neckar) wurden im Rahmen der „Themenwoche Digitale Welten für den Mittelstand“ die neuen Technologien

erläutert.

In Industrie und Forschung sind VR und AR bereits etabliert, aber auch in anderen Kontexten generieren sie einen Mehrwert. Ana Monte und Daniel Deboy (DELTA Soundworks) veranschaulichten, welchen Mehrwert VR für die Schulung von Ärzt*innen haben kann. Beim Projekt „Stanford Virtual Heart“ wird deutlich, wie wichtig die Rolle des Tons bei einer VR-Animation sein kann, denn hier werden die Geräusche, die beispielsweise ein Herzfehler, klar identifizierbar. Auch Dr. Lars Riedemann vom Universitätsklinikum Heidelberg betonte, dass sich im Bereich der Ausbildung durch VR viele neue Schulungsmöglichkeiten eröffnen. Assistenzärzt*innen können mit Hilfe der Technologie OPs virtuell üben. Bislang hatte nur ein geringer Prozentsatz der Ärzt*innen Kontakt mit Virtual Reality, und so sind VR und AR in der Medizin noch Nischenerscheinungen.

Auch im Alltag kann die Nutzung dieser Technologien viele Vorteile bringen. Beispielsweise für blinde Menschen, die sich in einem öffentlichen Gebäude mittels AR leicht zurechtfinden. Alexander Knapstein von der INSPIRATIONlabs GmbH erklärte, wie in Gebäuden bestimmte „Spacial Anchors“ platziert werden können, um blinde Personen, mit Handy und Headset ausgestattet, über Audiohinweise durch das Gebäude zu navigieren.

Für Unternehmen, die Prozesse mittels VR und AR optimieren möchten, gibt es verschiedene Förderprogramme. Zum einen besteht die Möglichkeit, sich um die „Digitalisierungsprämie Plus“ des Landes Baden-Württemberg zu bemühen, zum anderen bietet der Bund das Programm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ an. Kompetente Unterstützung bei einem Digitalisierungsprojekt können sich interessierte Firmen bei Martin Preil von der IHK Rhein-Neckar einholen.

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Perspektivenwerkstatt: Performative Stadtentwicklung https://innovationsfestival-mannheim.de/perspektivenwerkstatt-nachbericht/ Mon, 08 Nov 2021 10:01:59 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4235 Die Zukunft der Stadtentwicklung ist performativ: Stadtentwicklungsprozesse werden als kulturelle Prozesse gestaltet und erlebbar gemacht. Die Stadt selbst wird dabei zur Bühne für die Transformation von Stadtgesellschaften, Lebensstilen, Wohn- und Arbeitsformen.

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25. & 26.10.2021

Perspektivenwerkstatt: Performative Stadtentwicklung

Die Zukunft der aktivierenden Stadtentwicklung ist performativ: Stadtentwicklungsprozesse werden als kulturelle Prozesse gestaltet und erlebbar gemacht. Die Stadt selbst wird dabei zur Bühne für die Transformation von Stadtgesellschaften, Lebensstilen, Wohn- und Arbeitsformen – und für die Weiterentwicklung ihrer Orte.

Die Vernetzungsinitiative der Nationalen Stadtentwicklungspolitik „Gemeinsam für das Quartier“ griff beim innomake!-Festival diese Entwicklungen an einem besonderen Ort auf: Die zweitägige Perspektivenwerkstatt „Stadtentwicklung: Performativ“ startete in der Mannheimer Multihalle.

Los ging es mit einer Führung durch die Halle, moderiert von NEXT MANNHEIM-Gastgeberin Anna Blaich. Anschließend performte der renommierte Städtebau- und Architekturtheoretiker, Komponist und Musiker Christoph Dell am Vibraphon die eindrucksvolle „Improvisation of Space“. Ganz im Sinne des Denkens des Architekten Frei Otto ließ die Halle, die derzeit saniert wird, ihr Potenzial als Raum der Möglichkeiten erkennen – und als Symbol der zukunftsorientierten Mannheimer Stadtentwicklung.

Nachmittags wechselte die Perspektivenwerkstatt in den Performanceraum des Mannheimer Musikparks. Was bedeutet eigentlich „performative Stadtentwicklung“? Reiner Schmidt von der Vernetzungsinitiative „Stadt als Campus“ und die Theaterschaffende Ulrike Hatzer ermöglichten mit ihren Vorträgen eine erste Annäherung an diese komplexe Frage. An einem konkreten Beispiel, der „Improvisation im Provisorischen“, teilte die Künstlerin, Filmemacherin und Ingenieurin Margit Schild ihre Gedanken zu dieser interdisziplinären Praxis. Als Beispiel für eine Handlung mit performativem Charakter stellte sie das bekannte Zitat „Houston, we have a problem“ aus dem Spielfilm „Apollo 13“ vor und die damit verbundene improvisierte Rettungsaktion des NASA-Teams.

Damit war der inspirierende Grundstein gelegt für ein „Hinspiel“ mit drei parallel laufenden Workshops. Die Performance- und Sprachkünstlerin Esther Strauss lud dazu ein, die „Kunst des Weglassens“ zu erforschen. Die Theater- und Performancekünstlerin Claudia Seigmann behandelte „Strategien des Ortsspezifischen“, das „Büro für Wunschwerte“ fragte nach dem performativen Potenzial von Zahlen für das gemeinsame Erschaffen von Gesellschaft und Stadtraum.

Wie individuell performative Stadtentwicklung gestaltet sein kann, zeigte die anschließende Diskussion. An einem konkreten Beispiel belegte Tina Heine, die Initiatorin des Elbjazz Festivals und Intendantin des „Jazz & The City“-Festivals in Salzburg, was sich mit einer Mischung aus Kompetenz, Neugierde, Vertrauen und Zuversicht erreichen lässt. Das von ihr kuratierte „Supergau Festival“ im österreichischen Pongau wurde zu einer Landschaft, in der Kunst neue Räume findet. „Festivals sind Werkzeuge, die Wünsche spürbar machen“, sagt Tina Heine. „Das ist die Kraft der performativen Künste, die wir hier mitnehmen können.“

Am zweiten Tag der Perspektivenwerkstatt begingen die Teilnehmer*innen die Quartiere Herzogenried und Neckarstadt-West zum Kennenlernen ihrer Strukturen und Bedarfe an die Multihalle. Nach einem Mittagessen im neuen medizintechnologischen Startup-Zentrum Cubex ONE startete das „Rückspiel“ mit drei Workshops.

Das Fazit zog anschließend Dr. Matthias Rauch von NEXT MANNHEIM: „Nach den Impulsen des Vortages haben wir am zweiten Tag versucht, diese Inspiration für die Fragestellung zu nutzen, welche Angebote die Multihalle ganz konkret für die angrenzenden Stadtteile Neckarstadt-West und Herzogenried machen könnte. Dabei waren sowohl perspektivische Angebote in der Multihalle selbst gemeint, als auch „Satelliten“ der Multihalle in den angesprochenen Stadtteilen. Der Workshop hat wieder einmal gezeigt, wie produktiv und kreativ die Schnittstelle zwischen Kultur, Kultur- und Kreativwirtschaft und Stadtentwicklung sein kann. Ich bin überzeugt, dass kulturgetriebene oder performative Stadtentwicklung ein zunehmend wichtiges Feld in diesen volatilen Zeiten sein wird.“

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Ladies, Wine & a bit of Design – Nachbericht https://innovationsfestival-mannheim.de/ladies-wine-design-nachbericht/ Fri, 29 Oct 2021 14:07:41 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4229 Das Mannheimer Chapter von LW&D wurde von den Designerinnen Carolin Wanitzek und Annika Goepfrich gestartet. Von der Pandemie ausgebremst, nimmt die Initiative jetzt wieder an Fahrt auf. Im Rahmen von innomake! kamen Mannheimer*innen in großer Gruppe zusammen und diskutierten, warum es eigentlich so wenig Freundschaften unter Frauen gibt.

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28.10.2021

Ladies, Wine & a bit of Design – Nachbericht

Es ist hypnotisierend: Vor knallig-gelbem Hintergrund hauchen schwarze Lippen einen Kussmund ins Publikum – in Dauerschleife. Der Kussmund ist das Logo der Initiative „Ladies, Wine & a bit of Design“ (LW&D), die sich im Gig 7 in Mannheim getroffen hat. Nach einem Impulsvortrag zum „weiblichen Netzwerken“, diskutierten die Zuhörer*innen in entspannter Atmosphäre. Unter den 20 Teilnehmer*innen waren ausnahmsweise auch einige Männer dabei.

LW&D wurde 2015 von der New Yorkerin Jessica Walsh ins Leben gerufen. Die erfolgreiche Designerin erlebte viele Anfeindungen – auch von Frauen. Als Gegenmodell hat sie das weibliche Netzwerktreffen LW&D ins Leben gerufen, bei dem sich Frauen gegenseitig bestärken, ermutigen und kreativ austauschen können. Ziel ist es, für mehr Diversität in der Kreativbranche zu sorgen.

Das Mannheimer Chapter von LW&D wurde kurz vor der Pandemie von den Designerinnen Carolin Wanitzek und Annika Goepfrich gestartet. Von der Pandemie ausgebremst, nimmt die Initiative jetzt wieder an Fahrt auf. Im Rahmen des innomake!-Festivals kamen Mannheimer*innen in großer Gruppe zusammen und diskutierten, warum es eigentlich so wenig Freundschaften unter Frauen gibt. Es wurden populäre Anti-Beispiele aus der Kindheit aufgezählt: Schlumpfine ist der einzige weibliche Schlumpf und steht meist abseits der Gruppe. Die Drei-Fragezeichen sind ein reiner Jungs-Club, bei TKKG gibt es nur ein Mädchen. Das sei bezeichnend, so Annika Goepfrich: In vielen Erzählungen gebe es keine oder aber nur eine weibliche Rolle. Diese sticht positiv heraus und ist besser als alle anderen Frauen. Die eine Prinzessin, die eine besonders Schöne und Mutige. So werde anstatt von Team-Playing das Konkurrenz-Denken gefördert.

Das Mannheimer LW&D Chapter setzt dem ein Konzept von Freundschaft, Zusammenarbeit und geschütztem Raum entgegen. Das Publikum kommt dabei aus sehr unterschiedlichen Altersgruppen und Lebensphasen: Studentinnen berichten aus ihrer Erfahrung an der Uni – wo nach wie vor die Mentalität „Sex Sells“ herrsche. Selbstständige Designerinnen und erfolgreiche Geschäftsfrauen erzählen von ihren Erfahrungen mit Kunden – wo plötzlich alles rosa und lila sein soll, wenn die Zielgruppe weiblich ist. Und Mütter schildern ihre ganz persönlichen Erfahrungen, wenn es darum geht, die eigenen Töchter möglichst frei und unbeschwert zu erziehen.

Am Ende lösten sich die Besucher*innen in Kleingruppen auf. Zu Bier, Limo oder einem guten Glas Wein tauschte man sich aus und betrachtete die ausgestellten Werkstücke: Produkte erfolgreicher Mannheimer Designerinnen.  

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Nachhaltige Mittagspause: Tschüss Einweg – hallo Mehrweg https://innovationsfestival-mannheim.de/nachhaltige-mittagspause-nachbericht/ Fri, 29 Oct 2021 08:08:01 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4209 Die Corona-Pandemie hat allgegenwärtige Wegwerf-Problem verschärft und deutlich gemacht, dass sich das Mehrweg-Prinzip nicht nur auf Getränke beschränken darf. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Team der Klimaschutzagentur Mannheim die Initiative „Mehrwegkiste für die nachhaltige Mittagspause“.

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28.10.2021

Nachhaltige Mittagspause: Tschüss Einweg – hallo Mehrweg

„Alle drei Sekunden bekommt in Mannheim ein To-go-Becher einen Korb.“ Mit diesen Worten begann Caroline Golly, Projektmanagerin bei der Klimaschutzagentur Mannheim, ihren Vortrag zur „Nachhaltigen Mittagspause“ im Rahmen von „innomake!“. Was klingt wie die Persiflage auf den bekannten Slogan einer Kontaktbörse im Netz, hat einen ernsten Hintergrund: Nicht zuletzt durch die Systemgastronomie befeuert, führte die „To-go-Mentalität“ in den vergangenen Jahren zu einem dramatischen Zuwachs von Wegwerf-Lebensmittelbehältern in öffentlichen Mülleimern – und leider oft auch daneben. Bereits 2018 reagierte die Klimaschutzagentur Mannheim darauf und führte unter dem Slogan „Bleib deinem Becher treu“ einen Mehrwegbecher ein. Schnell erfreute sich der verschließbare Getränkebecher einer enormen Beliebtheit in der Quadratestadt.

© Stadtmarketing Mannheim GmbH
© Stadtmarketing Mannheim GmbH

Die Pandemie-Situation im vergangenen Jahr verschärfte das Wegwerf-Problem – und machte deutlich, dass sich das Mehrweg-Prinzip nicht nur auf Getränke beschränken darf. Vor diesem Hintergrund entwickelte das Team der Klimaschutzagentur die Initiative „Mehrwegkiste für die nachhaltige Mittagspause“. Die Nachhaltigkeit beginnt schon bei der Verpackung: In einer ehemaligen Weinkiste aus Holz bekommen alle Unternehmen, die sich an der Initiative beteiligen möchten, für ihr Team diverse Kunststoff-Mehrwegbehälter. Diese tragen klangvolle Namen wie „Curvy Carla“, „Flat Fred“ und „Big Bruno“. Das dahinterstehende Prinzip ist kinderleicht: Statt in der Mittagspause Verpackungsmüll zu produzieren, können die Mitarbeiter*innen in diesen Behältern ihr Essen in der umliegenden Gastronomie abholen und verzehren, wo immer sie möchten.

Das Programm richtet sich an innenstädtische Mannheimer Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeiter*innen, die nicht über eine eigene Kantine verfügen. Das Prozedere ist einfach und birgt enorme finanzielle Vorteile: Nach einem unkomplizierten Antrag erhalten die Unternehmen für jede*n Mitarbeiter*in eine Kiste – zunächst kostenlos für drei Monate. Zu Beginn und zum Ende dieses Zeitraums sollen Unternehmen auf ihren Social-Media-Kanälen über die Aktion berichten. Nach Ablauf der Frist kann jede Kiste dann zur Hälfte des regulären Preises erworben werden. Wer als Unternehmen jetzt mitmacht, ist gut auf die Zukunft vorbereitet: Ab 2023 kommt das Mehrweggesetz, was die Nachfrage nach Mehrwegverpackungen wahrscheinlich deutlich steigern wird. Somit können Unternehmen bares Geld sparen – und gleichzeitig ihr grünes Image verbessern.

Derzeit sind Caroline Golly und ihre Kolleg*innen damit beschäftigt, die Mannheimer Gastronomie von der Initiative zu überzeugen. Wobei es meist keiner allzu großen Überzeugungsarbeit bedarf, wie die Projektmanagerin der Klimaagentur berichtet: „99 Prozent der angesprochenen Restaurants sind sofort dabei.“ Kein Wunder: Bei Kosten von bis zu 50 Cent pro Einweg-Verpackung erhöht sich die Marge für die Restaurants pro verkauftem Essen durch die Mehrwegbehälter merklich. So können sich Restaurants und Unternehmen in Mannheim gemeinsam mit der Klimaagentur engagieren und unserer Umwelt nachhaltig etwas Gutes tun!

Wer direkt an dem Programm teilnehmen oder weitere Informationen erhalten möchte, meldet sich per E-Mail unter [email protected] oder besucht die Website der Agentur: www.klima-ma.de

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innomake!-Abschluss-Symposium: Mannheim entwickelt mutige Ideen für den „urbanen Raum der Zukunft“ https://innovationsfestival-mannheim.de/innomake-symposium-2021-nachbericht/ Thu, 28 Oct 2021 08:36:43 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4190 Die Zukunft wird sich in Städten entscheiden – und Mannheim spielt bei der Gestaltung urbaner Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle. Beim Abschluss-Symposium des Innovationsfestivals „innomake!“ präsentierten kreative Köpfe nachhaltig innovative Ideen für das Zusammenleben in Städten.

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27.10.2021

innomake!-Abschluss-Symposium: Mannheim entwickelt mutige Ideen für den „urbanen Raum der Zukunft“

Die Zukunft wird sich in Städten entscheiden – und Mannheim spielt bei der Gestaltung urbaner Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle. Beim Abschluss-Symposium des Innovationsfestivals innomake! präsentierten kreative Köpfe nachhaltig innovative Ideen für das Zusammenleben in Städten – im Beisein von „World Mayor“ und Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Pénélope Komitès, der stellvertretenden Bürgermeisterin von Paris, und Rainer Schmidt, Chefredakteur Frankfurter Allgemeine Quarterly (F.A.Q.).

Wie sieht der „urbane Raum der Zukunft“ aus, in dem wir leben wollen? Zwölf Tage lang – vom 18. bis 29. Oktober – spürten Akteur*innen aus der ganzen Welt beim dritten innomake!-Festival dieser zentralen Frage nach. Ob bei Präsenzveranstaltungen wie dem Eröffnungsevent INNOCAMP oder dem Abschluss-Symposium im Mannheimer Planetarium und im Livestream: Wie neue Formen der Arbeit und Mobilität unser Leben im „urbanen Raum der Zukunft“ verändern, stand diesmal im thematischen Fokus – auch bei der Podiumsdiskussion unter der Leitung von Max Thinius, Europas führendem Futurologen und Zukunftsgestalter. 

„In Mannheim haben wir verstanden, dass die Zusammenarbeit von Städten internationale Probleme lösen und Einfluss auf nationale Entwicklungen nehmen kann“, sagt Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der 2021 für sein Engagement bei der internationalen Zusammenarbeit von Städten mit dem „World Mayor Award“ ausgezeichnet wurde. „In der konkreten Gestaltung von urbanen Räumen der Zukunft sehe ich den Schlüssel zu dieser positiven globalen Entwicklung.“

© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel
© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel

Diese Überzeugung teilte Dr. Peter Kurz mit Pénélope Komitès, der stellvertretenden Bürgermeisterin von Paris. Die Seine-Metropole erlebt aktuell wie viele andere Großstädte eine dynamische Veränderung von Stadtstrukturen. Aus der klassischen Dreiteilung von Einkaufs-, Wohn- und Arbeitsvierteln werden zunehmend gemischte Viertel, die alles vor Ort bieten – die Stadtteile kommen zurück. Paris hat als Erstes die 15-Minuten Stadt benannt: attraktive Viertel, in denen Bewohner alles innerhalb von 15 Minuten bekommen oder sich aus anderen Stadtteilen liefern lassen können, so dass die Wertschöpfung vor Ort entsteht. „Es gibt nicht ‚die eine‘ Lösung für neue Städte, denn wir haben an jedem Ort lokal bedingte andere Möglichkeiten“, sagte Max Thinius. „Aber wir wollen voneinander lernen, uns inspirieren und Neues ausprobieren.“

Rainer Schmidt ist Chefredakteur des Magazins Frankfurter Allgemeine Quarterly (F.A.Q.) und früherer Chefredakteur des Musikmagazins „Rolling Stone“. Journalisten wie er erleben tiefgreifende Veränderungen der Arbeitswelt: „Mind-Worker“ können heute überall arbeiten und brauchen nicht länger klassische Büro-Arbeitsplätze. Max Thinius berichtete von Schätzungen, dass in London ansässige Unternehmen bereits in 2025 nur noch ein Drittel ihrer heutigen Bürofläche nutzen werden.

Mutige Ideen für den Urbanen Raum der Zukunft entwickelt

Nach einem Show-Act mit dem Musiker Gringo Mayer wurden beim Symposium „Urbaner Raum der Zukunft“ die Ideen und Impulse aus zwei intensiven Festivalwochen vorgestellt. Zum Thema „New Work“ präsentierte Maren Fischer vom Mannheimer Unternehmen Diringer & Scheidel Handlungsempfehlungen für die Mannheimer Stadtverwaltung, wie die Schaffung von zentralen Co-Working-Spaces oder das Angebot von Netzwerkveranstaltungen.

Konkrete Ideen und Forderungen wurden auch in der Gruppe „Mobilität“ definiert: „Wesentlich ist die Attraktivität der Angebote“, erklärte Workshop-Moderatorin Jessica Yari-Miguez. Mannheim könne mit nachhaltig innovativen Mobilitätskonzepten zum Vorreiter und Standardbeispiel für andere Städte werden. Als Ziele wurden unter anderem definiert: Mehr Sharing-Angebote, ein ganzheitliches Fahrradwegekonzept mit Beleuchtung und Markierungen, eine Geschwindigkeitserhöhung von E-Bikes, ein „Lärmblitzer“ gegen Auto-Poser – und im Sinne von Umweltschutz und Gesundheitsförderung auch die Umwandlung von Verkehrsflächen zu Grünflächen. Der Mannheimer Architekt Dennis Ewert stellte die Idee von „Social NeighborHubs“ im urbanen Raum der Zukunft vor – für mehr Gemeinschaft in der Stadt von morgen.

© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel
© Stadtmarketing Mannheim GmbH, Sebastian Weindel

Rege Beteiligung mit rund 2.500 Akteur*innen beim 3. innomake!-Festival

Ob bei Präsenzveranstaltungen wie dem INNOCAMP im MAFINEX Technologiezentrum, bei Online-Panels- und Workshops wie dem 2. Mannheimer Placemaking Forum mit internationaler Beteiligung oder einer Perspektiven-Werkstatt in der Mannheimer Multihalle: Mit mehr als 2.500 Besucher*innen waren alle innomake!-Veranstaltungen wie in den Vorjahren wieder sehr gut besucht. Mit Vertreter*innen Mannheimer Institutionen diskutierten zahlreiche namhafte Expert*innen wie Amy Lamé, die Nachtbürgermeisterin der Stadt London, die New Yorker Designerin Leni Schwendinger oder Silke Heinrichs, Head of Diversity and Inclusion beim Mannheimer Pharma-Unternehmen Roche, oder Tina Heine, Intendantin des Salzburger Festivals Jazz & the City. So entstanden nicht nur intensive Diskussionen, sondern auch konkrete Ergebnisse: Mehr Freiflächen für Kultur und ein partizipatives Lichtdesignkonzept für Stadtquartiere wurden bei der Nachtkonferenz NØK gefordert. Bei einer live gestreamten Panel-Diskussion in der Mannheimer Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) wurden die

Bedingungen für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft diskutiert. Keine abstrakten Visionen, sondern konkrete Forderungen: Bürokratie-Abbau, langfristige Finanzierung und vor allem mehr Mut, die Dinge anzupacken. Die Teilnehmenden waren sich einig: Ehrlich kommunizieren und anschließend konsequent umsetzen – dann ist eine nachhaltige Mobilität möglich.

„Ich finde es sehr beeindruckend, wie viele zukunftsweisende Ergebnisse in den beiden Festival-Wochen entwickelt worden sind“, sagte Karmen Strahonja, innomake!-Initiatorin und Geschäftsführerin der Stadtmarketing Mannheim GmbH. „Wir freuen uns zu sehen, dass sich immer mehr Menschen mit ihrer geballten Fach-Kenntnis und Expertise bei innomake! einbringen und engagieren. Wir hoffen nun, dass das nächste innomake!-Festival 2022 wieder mit einem höheren Anteil Präsenzveranstaltungen stattfinden kann. Unsere Festivalmarke hat sich erfolgreich etabliert und sendet nun jedes Jahr spannende Impulse zu den Themen Stadtentwicklung der Zukunft und nachhaltige Innovation.“

„Das Niveau in den Workshops und Diskussionen ist sehr hoch. Die Ergebnisse sind wertvolle Impulse für unsere Stadt und darüber hinaus“, konstatierte auch Christian Sommer, innomake!-Mitveranstalter und Geschäftsführer des Startup-Ökosystems NEXT MANNHEIM. „Alle entwickelten Ideen nehmen wir nun auf und prüfen die Möglichkeiten der Umsetzung. Ich freue mich auf die Weiterentwicklung und Fortsetzung unseres Festival-Erfolgsformats.“  

Ein entspanntes Get-together zum Netzwerken beschloss das Symposium vor den Türen des Mannheimer Planetariums in den „Domes“, einem nachhaltigen Gebäudetyp aus Holz der Vision Domes GmbH, die 2021 in Mannheim gegründet wurde und deutschlandweit für Aufmerksamkeit sorgt.

Die Aufzeichnung des Abschluss-Events können Sie hier sehen:

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WASSERSTOFFWOCHE 2021, Nachbericht https://innovationsfestival-mannheim.de/wasserstoffwoche-2021-nachbericht/ Tue, 26 Oct 2021 12:17:09 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4149 Am 25. Oktober startete die erste Wasserstoffwoche Rhein-Neckar. Spätestens seit „Fridays for Future“ ist die Erkenntnis im öffentlichen Bewusstsein angekommen: Eine Wende hin zu regenerativen Energien ist notwendig und Wasserstoff hat das Zeug dazu, das möglich zu machen. Doris Wittneben, Bereichsleiterin Zukunftsfelder und Innovation bei der MRN und Lukas Haase, Projektleiter H2Rivers, eröffneten die Vortragswoche. Mit Prof. Dr. Sven Schmitz, Professor für Mechatronik an der DHBW Mannheim, startete ein ausgewiesener Experte in die Themenwoche.

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WASSERSTOFFWOCHE 2021

Prof. Schmitz gelingt ein Kunststück: Trotz der Komplexität des Themas schafft er es, den Einstieg ins Thema so anschaulich zu gestalten, dass ihm die Zuschauer über die gesamte Vortragsdauer treu bleiben. Als gelernter Maschinenbauer interessiert er sich seit 1997 für das chemische Leichtgewicht Wasserstoff, und seit 2013 begeistert er auch Studierende der DHBW dafür.

Der Vortrag begann mit einer Einordnung des Wasserstoffs ins Periodensystem und einer Beschreibung seiner Eigenschaften. Dazu gehört, dass das Element emissionsfrei zu Wasser verbrennt, sich überall elektrolytisch herstellen lässt, wo elektrische Arbeit und Wasser zur Verfügung stehen, es auf vielerlei Arten speicherbar und dank Brennstoffzellentechnik direkt verstrombar ist. Anschließend thematisierte Prof. Dr. Schmitz den vermeintlich gefährlichen Umgang mit Wasserstoff. Anhand mehrerer Experimente legte er dar, dass die Risiken nicht größer sind als im Umgang mit den Brennstoffen Methan, Propan und Benzin.

Die Teilnehmenden erfuhren, dass Deutschland in Sachen Infrastruktur hinter den Benelux-Staaten zurückhängt. Nur 340 Kilometer Wasserstoff-Pipeline stehen hier zur Verfügung. Die Möglichkeit, Wasserstoff wie Erdgas unterirdisch zu speichern, besteht nicht, obwohl die technischen Voraussetzungen dafür existieren. Als Forschungsthema ist Wasserstoff nicht neu, hat in den letzten Jahren aber deutlich an Bedeutung gewonnen. Grund dafür ist seine Eignung als Speicher erneuerbarer Energie. Auch wenn klimaneutral produzierter „grüner Wasserstoff“ nur 5% der produzierten Gesamtmenge ausmacht, steigt der Anteil stetig.

Deutschland wird auch in Zukunft auf Energieimporte angewiesen sein. Anhand von Grafiken zeigte Prof. Dr. Schmitz, dass Mitteleuropa zu den Gebieten gehört, deren geografische Lage es ermöglichen, mit geringem Aufwand „Grünen Wasserstoff“ zu importieren. Als Transportmittel eignen sich Pipelines aber auch Tankschiffe. Prof. Dr. Schmitz beendete den Vortrag mit einem Videobeitrag über die Forschungsarbeit im Brennstoffzellen-Labor der DHBW am Standort Eppelheim – und einem Appell:  Deutschland müsse in Sachen Forschung wieder zu Korea und Japan aufschließen.  

Die Wasserstoffwoche beschäftigt sich an vier Tagen (bis zum 28.10.) mit jeweils einem anderen Aspekt von Wasserstoff in der Region. Referenten*innen aus verschiedenen Unternehmen und Institutionen beleuchten zunächst in einem Vortrag die theoretischen Grundlagen, um dann an konkreten Beispielen aufzuzeigen, was bereits in der Praxis umgesetzt wird und welche Entwicklungen wir in den nächsten Jahren in der Metropolregion Rhein-Neckar erwarten dürfen.

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Hometown Glory 2021, Nachbericht https://innovationsfestival-mannheim.de/hometown-glory-2021-nachbericht/ Fri, 22 Oct 2021 12:03:51 +0000 http://innovationsfestival-mannheim.de/?p=4139 Beim Lifestyle-Pop-up-Format präsentieren junge Kreative aus dem Netzwerk von NEXT MANNHEIM sowie dem Gründerzentrum TEXTILEREI auf temporären Concept-Flächen Mode, Schmuck und Accessoires, Taschen, Düfte, Kunst und Cocktails – überall immer wieder neu und überall immer wieder anders.

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Mannheims junge Kreative laden ein: HOMETOWN GLORY erobert die Stadt!

Eine Dame begutachtet eine große, schwarze Handtasche. Die Begeisterung für das vegane Produkt ist ihr anzusehen. Einer anderen haben es Gig-Poster und Artprints der Mannheimer Siebdruckwerkstatt Antighost angetan: „Solche Poster habe ich noch nie gesehen. Toll!“ Die beiden sind unterwegs auf der etwa 50 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche HOMETOWN GLORY im Erdgeschoss des Modehauses engelhorn.

Beim Lifestyle-Pop-up-Format präsentieren junge Kreative aus dem Netzwerk von NEXT MANNHEIM sowie dem Gründerzentrum TEXTILEREI auf temporären Concept-Flächen Mode, Schmuck und Accessoires, Taschen, Düfte, Kunst und Cocktails – überall immer wieder neu und überall immer wieder anders. Neben engelhorn hat auch das Innenstadtquartier Q6 Q7 im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss Flächen zur Verfügung gestellt. „Diese Kooperationen sind eine große Chance für Mannheims Kreative, ihre Arbeiten einem größeren Publikum zu zeigen und diese natürlich zu verkaufen“, sagt Nico Hoffmeister, Community Manager der TEXTILEREI und Initiator von HOMETOWN GLORY.

Die Mitarbeiterin des Jungunternehmers Bünyamin Terli bietet vor Ort eine umfassende Duftberatung an und freut sich über die Ausstellungsmöglichkeit und über Besucher*innen“. Terlis Start-up Crown Divin kreiert exklusive Düfte für Parfümliebhaber*innen, die aufgrund des hohen Anteils an Ölen ein langanhaltendes Dufterlebnis garantieren. Die Firma Rosental Organics hingegen stellt Produkte rund um das Thema Skin Care her und The Hairoine Company wiederum verwöhnt beanspruchte Haare.

Auch wer sich für ausgefallene Kleidungsstücke oder Schuhe interessiert, kommt auf seine Kosten. 68 Customezz begeistert Kund*innen mit einzigartigen Sneakers, die von den Mannheimer Designer*innen individualisiert wurden. Wer auf der Suche nach nachhaltiger Kleidung ist, wird bei Klaudia Karamandi fündig. Farbenfrohe Wohn-Accessoires gibt es bei Belle Ikat. Der Modeschmuck von Monmente und handmade in Mannheim sowie die veganen Luxustaschen der Marke Melina Bucher lassen die Herzen von Accessiores-Liebhaber*innen höherschlagen. Wunderschöne Kissen und Tücher bietet Uma Mode an. Streetwear gibt es von den Labels the Dizin und Phyne

Aus dem Food & Beverages-Bereich sind beispielsweise die Geschmackskompositeur*innen von KräuterGott vertreten, die neben handgemachten Kräutersalzen und Mischungen auch verschiedene Öle in ihrem Sortiment führen. Supreme Foods vertreiben natürliche und ausgefallene Marmeladenvarianten. Ohne Barkeeper einen erfrischenden Cocktail genießen? Das geht! Spirito Cocktails bietet eine raffinierte Sammlung trinkfertiger Getränke an. Diese ist vom Mixologen Cristian Manassi inspiriert.

In Substance sowie Gaspers Möbeldesign aus Heidelberg stellen Möbel vor.

Der Pop-up Store im Rahmen von innomake! begeistert durch die liebevolle Präsentation und die Vielfalt der Ausstellungsstücke. Noch einige Wochen können diese bei engelhorn und im Innenstadtquartier Q6 Q7 bewundert und gekauft werden. Für das Quartier Q6 Q7 sind kreativwirtschaftliche Inhalte zum Mitmachen in Form von kleinen Workshops geplant. Außerdem wird dort ab Ende Oktober das Start-up Heartlight Vintage präsentieren. Insgesamt ein rundum gelungenes Projekt, um den örtlichen Marken eine Bühne zu bieten.

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